Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1918 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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4 ״Jeschurun“ und ״Judaica“, Festschrift für Hermann Cohen. Herr Dr. Heinemann wird zu Beginn des nächsten Sommer־ semesters seine Lehrtätigkeit beginnen. Die bisher außeretatsmäßige Stelle des Herrn Dr. Lewkowitz ist in eine ordentliche Lehrerstelle umgewandelt worden. Das Seminar zählt gegenwärtig 17 Hörer. Neu eingetreten ist Herr Max Grünewald aus Königshütte O.-S. Die Kommilitonen, die zu den Fahnen einberufen waren, kehren soeben zu ihren Studien zurück. Sie nehmen mit Fleiß und Eifer an den Vorlesungen teil, deren Betrieb während des Krieges niemals eine Unterbrechung erlitten hat, und bestreben sich, mit unserer Unter- Stützung allmählich die Lücken ihres Wissens wieder auszufüllen. Zur Bewerbung um den Joseph Lehmann’schen Preis war das Thema gestellt: ״Die Beiträge Jbn Djannachs zur Erläuterung des Pentateuchs“. Eine Bearbeitung ist nicht eingegangen. Zur Bewerbung um den David Rosin’schen Preis sollten ״neue Untersuchungen über die Chronologie der gaonäischen Zeit” angestellt werden. Eine Bearbeitung liegt nicht vor. Als neuer Gegenstand der Bewerbung um diesen Preis ist das Thema gestellt worden: ״Die christlichen Hebraisten Schlesiens um die Wende des 18. Jahrhunderts“. Arbeiten sind bis zum 31. Juli 1920 beim Vorsitzenden des Lehrerkollegiums einzureichen. Im abgelaufenen Jahre sind aus der Zahl der ehemaligen Hörer unseres Seminars in neue Aernter berufen worden: Herr Rabbiner Dr. Baerwald, bisher Rabbinatsadjunkt in München, zum Landrabbiner in Cassel und einige Monate später zum Rabbiner in München, Herr Rabbiner Dr. Freier zum Kreisrabbiner in Eschwege, Herr Professor Dr. Julius Guttmann in Breslau zum Dozenten an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, Herr Bezirks- und Stadtrabbiner Dr. Kober in Wiesbaden zum Rabbiner in Cöln a. Rh., Herr Rabbiner Dr. Paul Lazarus, bisher Rabbiner in Essen, zum Bezirks- und Stadtrabbiner in Wiesbaden und Herr Rabbiner Dr. Sali Levi, bisher stellvertretender Rabbiner in Breslau, zum Rabbiner in Mainz. Am 15. Februar beging das Seminar in der hergebrachten Weise die Gedächtnisfeier für den verewigten Direktor Dr. Zacharias Frankel. Die Gedenkrede hielt Herr P. Holzer. Am 4. April, dem letzten Tage des Peßachfestes, wurde in der Predigt das Andenken des sei. Direktors Dr. Lazarus besonders hervorgehoben. Die Predigt hielt Herr L. Glück.