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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1917-01-01 · 1916 (1917) · page 59

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1916 (1917)
Date
1917-01-01
Page
– (sequence 59)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721033--58-2725991
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XCH neu angelegten vierten Eriedhof hinter dem Logengarten überführt1). Auch später noch wurden hin und wieder weitere Teile des Todenackers enteignet und die Gebeine nebst den Grabsteinen auf den neuen Begräbnisplatz gebracht. So kommt es, daß nur von wenigen Denkmälern aus dem 17. und 18. Jahrhundert uns die Inschriften erhalten sind. Die Hälfte davon verdanken wir dem begeisterten Sammeleifer des protestantischen Pfarrers Christian Theophil Unger2) (17. November 1671—16. Oktober 1719). Sie sind dann von dem Hamburger Pastor Wolf im 4. Bande seiner Bibliotheca hebraea veröffentlicht worden3). Von in neuerer Zeit aufgefundenen habe ich nur ebenso viele hinzufügen können4). Zum Glück sind wir über die im 17. und 18. Jahrhundert heimgegangenen Geschlechter der Glogauer Juden dennoch nicht ganz ohne anderweitige nähere Nachrichten. Das heilige Stift (ח״ק) besitzt nämlich zwei Totenlisten, die aus zuverlässigen Quellen geschöpft haben5). Die eine davon ist ein Eolio-Band, angelegt von Michael, dem Beamten des Stifts (starb Sonntag 7. Schebat 28. Januar 1820), im Aufträge des Vorstandes der Brüderschaft (vom 9. Schebat 19. Januar 1796) und fortgeführt von dessen Amtsnachfolger Selig b. Isaak Caro (gestorben 25. Tischri 1. Oktober 1850). Sie enthält eine chronologische Uebersiclit der von 1710—1850 alljährlich Verstorbenen und als Einführung dazu einige (dreizehn) Daten aus früherer Zeit auf 25 Blatt, dann ein Verzeichnis der in den 51 Gräberreihen des Eriedhofs Beerdigten auf (12) -f- 52 Blatt. Die andere Liste ist ein alphabetisches Begister dazu, das die Namen in zeitlicher!Reihenfolge aufzählt und die Gräberreihe anzeigt, in einem Oktavband. Beide Verzeichnisse sind mit anerkennenswerter Sorgfalt geführt und von mir zur Nachprüfung der auf den Grabsteinen angegebenen Namen und Daten benutzt. Ich lasse nunmehr den Text der erhaltenen Inschriften in zeitlicher Ordnung folgen: 1. Abigedor S[oh11] des Sehne01־ PhÖbus [Caro], B. in Glogau, st. (25. Adar 485 =) 28. Mäiz 1675. (Zuerst gedruckt bei Wolf IV, 1215. Abdruck bei Pinner S. ISO, Nr. 275) ארי כל שמחה ערבה דבלה l) משמת רבי בטלה חדרה וגילה2) כי ארון הקודש נשבה למעלה3) למעלה הילולא ולמטה עון ויללה 0 5 על פטירת איש חי רב פעולה3) ה״ה הגאון מורינו ורבינו פאר ומופת דורנו החסיד מהור״ר אביגדור בן מהור״ר שניאור ז״ל») גרו ואור תורתו הופיע בכמה קהלות גם פה ק״ק גלוגא. ונתבקש לישיבה של מעלה 10 בכ״ה אדר תל״ה לפ״ק 0 0 Jes. 24,11. 2) Vgl. M. Sotah IX, 15. 8) Kethübb. 104 a zu I Sam. 4,17. 4) Vgl. Rösch ha-Schanah 83 b. 5) Vgl. I Sam. 23,20. c) Die Grabschrift des am Dienstag (28. Ckeschwan 353 =) 3. November 1592 verstorbenen Zebi b. Jacob Boclitens ist bei Wolf IV,1216 offenbar nur durch einen Irrtum unter die Glogauer Grabschriften geraten. Hirsch Bochtens starb in Krakau und ist dort begraben. Vgl. Dembitzer כלילת יופי I, fol. 4 a Anm. 1J Blaschke S. 499. 2) Vgl. Steinschneider H. B. XVII, 88. 3) Es sind die unten stehenden Nummern 1— 5. 4) Nr. G—10. Die Abschrift der Nummern G, 8 und 9 verdanke ich Herrn Lehrer Schweitzer in Glogau. s) Vgl. Monatsschrift, Jahrgang LV (1911), S. 302.

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