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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1917-01-01 · 1916 (1917) · page 38

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1916 (1917)
Date
1917-01-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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IRI
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־י- 238 wohlhabende Familien. Ein armer Mann lebte kümmerlich vom Federn-Handel. In höchster Blüte stand der Leder- Handel. Er ernährte 15 Familien (88). 3 Lederhändler, darunter Joseph Hahn, waren reiche, 3 andere wohlhabende Leute. Die 3 Familien, die mit Schaf־ und Hasen- Fellen handelten, ernährten ihre Angehörigen nur kümmerlieh. Den Gewürzkrämern (4 Familien mit 13 Seelen), denen, die von Goldschmieden Krätze kauften und sie auswuschen und verkauften (4 Familien mit 13 Seelen) und den ״alten Kleiderhändlern“ (5 Familien mit 125 Seelen), den Spitzenhändlern (3 Familien mit 15 Seelen) und den Viehhändlern (3 Familien mit 15 Seelen) ging es nicht viel besser. Von den 12 Kleinkrämern und Tandlern (66 Seelen) dagegen war wenigstens die Hälfte ziemlich bemittelt. Auch Hathanael Moses (1 Familie mit 4 Seelen), der mit Tee, spanischem Schnupftabak1), Schokolade und Sammetresten handelte, ging es nicht gerade schlecht. Die Warenmäkler und Kommissionäre, deren es 8 gab (39 Seelen), waren, bis auf zwei, arme Leute. In besseren Verhältnissen befanden sieh die beiden Zeughändler (9 Seelen), in glänzenden die Seidenhändler Joel Salomon, der zugleich seinen heruntergekommenen Sohn Marcus Joel miternährte, und sein Konkurrent Israel Jacob (17 Seelen). Endlieh handelten 7 Familienväter mit ״allem, was ihnen in die Hände kam“ (28 Seelen) und dreien ging es wohl dabei, zwei (darunter Juda Israel Munck)2) waren wenigstens bemittelt. Vom Geldgeschäft und der Pfandleihe ernährten sich 3 Familien (17 Seelen) ziemlich anständig. Alle bisher Aufgezählten fanden ihren Unterhalt innerhalb des Weichbildes der Stadt. Ein elenderes Dasein fristeten zum überwiegend größten Teil (20 von 29 Familien) die Dorfgeher. Da gab es etliche, die Weiß- und Kurz waren hinaustrugen (4 Familien mit 23 Seelen), das waren die Aristokraten unter ihnen. 2 von ihnen hielten sich je 2 Gehilfen, Dienstjungen genannt, einer hielt sich einen. Auch dem Kramwaren־ Hausierer (1 Familie mit 4 Seelen) und einem der beiden 1J Durch (las Tabakspateilt vom 29. November 1737 wurde allen Juden, auch den Glogauern und Zülzern, bei 1000 Taler Geld- oder empfindlicher Leibesstrafe, jeder Tabakhandel verboten. Nur den polnischen Juden blieb er erlaubt. 2) Vgl. meine Notiz in der MS, LV (1911), S. 35.3,.

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