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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1917-01-01 · 1916 (1917) · page 37

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1916 (1917)
Date
1917-01-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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IRI
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237 liebst Frau, Schmul von Hotzenplotz und Moyses Elkana von vorm Oderthor mit seiner Frau , allesamt zu seinem Hausstande gehörig. Alle diese 15 ortsabwesenden Familien besaßen eine oberamtliche Reeognition über ihr Incolat in Glogau und zahlten der dortigen Gemeinde ein sogenanntes Pensionsgeld. 15 andere Familien mit 47 Seelen konnten sich in Glogan nicht ernähren. Darum zogen die Familienväter im Reiche herum, ״umb alda durch Jüdische praecepturen und Informationes einiges Geldt zu verdienen, deren Weiber aber in Groß-Glogau befündtlich“. Ferner fanden sich 11 siebzig- bis achtzigjährige abgelebte Greise vor, die ihre Kinder ausgegeben hatten, bei diesen wohnten, aßen, kein Gewerbe trieben und keine Steuern zahlten. Zu ihren Familien gehörten 18 Personen. Einer von ihnen hieß Joachim Garkoch. Der Beschäftigung nach ernährten sich 131 Familien mit 648 Seelen vom Handel, 19 Familien (87 Seelen) von ihrer Gelehrsamkeit, 10 Familien (45) von ihrem Amte, 27 Familien (123) von ihrem Ge werbe,8 (27) von ihrem ersparten Gelde, und 30 (123) darbten in ihrer Armut. Unter den Handelsleuten finden wir folgende Branchen vertreten. 3 (18) handelten mit Tüchern und waren bemittelte Leute. Sie hielten sich alle drei Dienstboten. Isaak Präger1), der auch mit silbernen Tressen handelte, hatte außerdem noch eine Enkelin bei sich. 2 (12) handelten mit Leinwand, der eine von ihnen auch mit Zeugen und goldenen und silbernen Tressen. Jeder hielt sich einen männlichen und einen weibliehen Dienstboten. Sie waren beide wohlhabend. Dem Woll- Handel2) widmeten sich 9 Familien (50). Den meisten von ihnen,, besonders Herrn Joachim Hahn, ging es wohl dabei. Vier konnten sich einen Dienstboten halten, einer hatte außer den eigenen Kindern noch ein Pflegekind bei sich. Vom Handel mit groben Waren nährten sich 3 (17) ziemlich 1) Er war auch Beisitzer des liabbinats im Ehrenamte und starb am 2. Ijar 1731. Berühmter sind seine beiden Schwiegersöhne, Jechiel Michael b. Ussiel, Verf. des נזר הקדש. und Joseph Oettinger, Yerf. des עדיה ביוסף, vgl. Dembitzers כלילת יופי I, 120 f. צ) Durch § 2 Art. I des Tuch-Beglements vom Jahre 1718 sollte ihnen dieser Handel verwehrt sein. Ueber die Berechtigung, ihn dennoch weiter zu betreiben, führten sie Jahrzehnte lang einen Rechtsstreit, Vgl. Staatsarchiv AA VIII 18g (über die Zeit von 1718—1738).

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