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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1917-01-01 · 1916 (1917) · page 20

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1916 (1917)
Date
1917-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721033--19-2725952
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220 Baustellen1) erweitert hatte, angewiesen. Was die Lage ihrer Grundstücke angeht, so entsprachen nach dem Hypothekenbuch des Schloßamts die ersten drei Nummern den! jetzigen Hause Langestraße2) 44, die Nummern 4—6 den Häusern Langestraße 45—47. Auf Nummer 7 und 8 stehen jetzt die Häuser Bailstraße3) נ und 2. Das letztere Grundstück war bis zur Einweihung der neuen Synagoge, auf der Wingenstraße dicht am Wilhelmsplatz, das Bethaus der Gemeinde4). Nr. 9 und 10 der Judengasse heißen jetzt Bailstraße 3. Die Nummern 11—17, Schloßplatz 3, wurden 1830 durch eine Kabinetsordre der Stadtgemeinde unentgeltlich zur Erweiterung der Schulgasse überlassen, und ein Teil von N1*. 18, jetzt Bailstraße 11, von der Begierung für 28 Taler an die Stadt verkauft. Nr. 19 ist jetzt Hospitalstraße 6, Nr. 20 und 21 Hospitalstraße 7, Nr. 22 und 23 Hospitalstraße 8 und Nr. 24 jetzt Hospitalstraße 3. Auf 1) Außer den beiden 1673 und 1677 erworbenen Baustellen (oben 8. 219) sollten die Juden für ein 1687 bebautes Grundstück an das Schloßamt 4 Taler jährlich, für ein ebensolches in demselben Jahr an den Fleischbanken erworbenes an den Dominikaner-Konvent 1 Taler jährlich, für ein 1688 und ein weiteres 1689 angekauftes zwei bezw. einen Taler mehr an das Schloßamt abfüliren. Ferner verkaufte der Schloß-Burggraf dem reichen Juden Joseph eine bei seinem Hause gelegene wüste Stelle, über die er eigentlich gar kein Verfügungsrecht hatte, und überließ der Landeshauptmann von Nostiz am 20. Juli 1691 aus hoher Gnade dein Juden- Schneider Joseph Marcus über dem Schloßgraben 12 Ellen Raum zur Bebauung gegen 1 Taler jährlichen Zinses an das Kgl. Schloß. Weiter räumten die Dominikaner den Aeltesten von dem Kittlitzschen Grunde soviel Platz ein, daß die Judenschaft darauf ihre Fleischbänke gegen einen jährlichen Zinö von 6 Talern errichten konnten, und bekundete der Rat am 6. Oktober desselben Jahres, daß der Bürger Zimpel sich mit dem Juden Jacob Salomon — vgl. oben S. 216, Anm. 2 — wegen eines Platzes zu einem Wohnhause verglichen habe. Endlich überließ der Dominikaner-Konvent dem Judenältesten Löbel Isaak im Jahre 1702 gegen 12 Taler und einen jährliehen Zins von 1 Taler einen Teil seines Grundes vom sogenannten Gaststalle, 10 Viertel breit und 19 Ellen lang (Berndt, Juden, S. 33). 2) Seit 1865 führen diesen Gesamtnamen die ehemalige Paulincr-, Lange- und Stock-Gasse (Blaschke, S. 523). 3) So wurde zu Ehren des um das Wohl seiner Vaterstadt hochverdienten Kommunalarztes Dr. Bail 1864 die ehemalige Judengasse benannt (Blaschke, S. 470). 4) Das Bethaus erfuhr 1798 eine geschmackvolle Erweiterung. Die Einweihung der neuen Synagoge erfolgte am 15. September 1892, vgl. Blaschke, S. 529. Das Grundstück auf der Bailstraße wurde im August 1894 für 23000 Mark an die Wesleyanische Methodisten-Gemeinde verkauft, vgl. Blaschke, S. 530.

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