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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1917-01-01 · 1916 (1917) · page 17

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1916 (1917)
Date
1917-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721033--16-2725949
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217 ernstlich die genaue Durchführung des Vertrages vom Jahre 1636 anbefahl. Er verlangte kurzerhandx), daß die Juden ״keineswegs melioris conditionis als die Christen seien, sondern ihre innehabenden Häuser bezahlen und durehgehends an allen oneribus mit den Bürgern gleiche Bürde tragen oder ihren Fuß von hinnen tragen müßtena. Bei alledem mußte die Anordnung vom Kaiser Leopold, der den Juden im übrigen ihre alten Privilegien bestätigte, noch fünf Mal wiederholt und dem Befehl durch Androhung und endliche Ausführung der Exekution Nachdruck gegeben werden, bis die Hartnäckigkeit und der unberechtigte Widerstand der Judenschaft gebrochen war 2). Nun endlich kam nach abermals zwei Jahren am 6. April 1668 auf bewegliches Ein־ und Zureden ein Vergleich zwischen dem Bat der ganzen Stadt, den Hof-Schöppen, Aeltesten, Zünften und Zechen und der Bürgerschaft mit der Judenschaft zustande, durch den die ganze Wohnungsangelegenheit zu allgemeiner Zufriedenheit neu geregelt wurde. Danach wurde das Abkommen von 1636 seitens der Stadt nicht mehr angefochten. Es sollte vielmehr in voller Geltung sein, jedoch unbeschadet der beiderseitigen Kaiserlichen Privilegien und Königlichen Konzessionen einschließlich des viel berufenen Gnadenbriefes Herzog Johanns de non amplius recipiendis judaeis. Dem gegenüber verpflichtete sich die Juden- Schaft, nunmehr alle von Kaiser, Fürsten und Ständen angeordneten und ausgeschriebenen Lasten und Abgaben pünktlieh an die Stadt-Benthey zu entrichten. Außerdem erklärten sich die Juden bereit, anstatt der im früheren Vergleich festdruckerei von Julius Gottschalk kergestellt. Es ist das in zwei Bänden erschienene Gebetbuch סדר עבודה בלב mit der deutschen Uebersetzung von H. Arnheim (Zedner, 8. 471). — Auch sonst scheinen Prager Buchdrucker in Schlesien Zuflucht gesucht zu haben. So ist z. B. Joachim Buchdrucker, der ,,mit seiner compagnia“ 1628 in Glatz auftaucht und Pagament an die Münze in Neiße liefert (Bresl. Staatsarchiv Grafsch. Glatz II Stände Acta hetr. Juden 1622—1731), wahrscheinlich Chajjim b. Jacob ha־Cohen, der Sohn ,,Gel Jekels44 von Prag, vgl. Zunz zu Gesch. u. Lit., S. 263. 266. St. CB Nr. 7921. Typ., S. 53. ג) Resolution an den Landeshauptmann d. d. Ebersdorf, 2. Oktober 1654 bei Berndt, Juden, S. 30. 2) Verfügung Kaiser Leopolds I. vom 18. Juli 1659, vom 27. Januar und 21. April 1660 und vom 9. und 30. Juni 1666, vgl. Berndt a. a. O., S. 30. 31.

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