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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1914-01-01 · 1913 (1914) · page 79

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1913 (1914)
Date
1914-01-01
Page
– (sequence 79)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721037--078-2725872
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39 heit von Atomen zusammengesetzt, die einander vollkommen gleichartig sind und sich durchaus nicht unterscheiden. Daher denn auch die zusammengesetzten Körper nicht substanziell, sondern lediglich durch ihre Akzidenzen verschieden sind, die selbst durch kein gesetzliches Band mit einander verbunden sind. Kein Akzidenz ist etwa die notwendige Voraussetzung für die Existenz eines andern, sondern jedes Akzidenz ist mit jedem anderen vereinbar, sofern es ihm nicht entgegengesetzt und ihre Vereinigung in der Vorstellung möglich ist.82) Gegen diese Lehre vom Möglichen wendet Maimuni ein, dass nicht die Phantasie, welche Wahres vom Falschen nicht zu unterscheiden vermag und überhaupt kein Erkenntnisvermögen ist, dafür massgebend sein kann, was möglich ist oder nicht, sondern lediglich der Verstand. Er ist dazu bestimmt, die Dinge zu unterscheiden, sie nach ihrer Wesenheit und ihren Ursachen zu erkennen. Dass etwas vorgestellt werden kann, ist noch kein Beweis für dessen Möglichkeit, ebenso wie umgekehrt der Umstand, dass etwas nicht vorgestellt werden kann, kein Beweis für dessen Unmöglichkeit ist, wofür mehrere Beispiele angeführt werden, u. a. die Existenz der Antipoden, die wir uns nicht vorstellen können und die trotzdem erwiesen ist.83) Auch Ibn Rosd polemisiert in ähnlicher Weise gegen die Asarijja, indem er meint, dass nach deren Ansicht jede Wissenschaft aufgehoben sei, da das Wesen der Wissenschaft eben darin besteht, die Wirkungen aus den Ursachen zu begreifen und der Verstand das Vermögen ist, welches die Erscheinungen causal verknüpft.84) Auf das, was die Asarijja auf diesen Einwand von ihrem Standpunkt aus erwidern könnten, brauchen wir nicht einzugehen; nur diesen Standpunkt selbst wollen wir kurz zusammenfassen. Ihr Grundsatz von der Möglichkeit ist gleichsam der Ausgangspunkt und das Ergebnis ihrer Causalitätslehre. Sie sind von 82) More das. und Prämisse vni: שאיין נמצא אלא עצם ומקרה ושד,צורות הטבעיות גם בן מקריים ובר. 83) More das. Prämisse x: ואין פועל הדמיון פועל השבל אבל הפכו וזה כי השכל יפרק המורכבות ויבדיל חלקיהם ויפשיטם ויצייירם באמוזתם ובסבותם וכר. 84) Ibn-Rosd, Tahafut al־Tahafut S. 128: q-* JiSI y$> ^yySlJ { jL.vw LLmJ ^1 ljUÖj I JJtxj! JV_W*I zJ y$> 0u\5> £.bjb

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