Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1913 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 78)
- Language
- German
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…/2720904-2721037--077-2725871- Visual Library
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38 die A§arijja auf alles Existierende an und behaupten demgemäss, dass auch eine unzählige Mal wiederholte Erfahrung uns nicht über das belehren kann, was im Bereiche der Möglichkeit liegt oder nicht. Wir wissen, dass das Erdelement nach unten, und das Feuer nach oben strebt, dass Feuer wärmt und Wasser kühlt. Wir können uns aber sehr gut ein Ding vorstellen, das in Allem dem Feuer ähnlich sieht und dabei kühlt und nach unten sich bewegt. Ebenso können wir uns Wasser vorstellen, das in seiner ganzen Erscheinung dem Wasser gleicht und gleichwohl wärmt und aufwärts fliesst. Wohl gibt es Dinge, die in das Gebiet des Unmögliehen gehören selbst nach der Ansicht der A§arijja. So ist es unmöglich, dass ein Gegenstand entgegengesetzte Eigenschaften zu gleicher Zeit in sich vereinige. Ebenso halten sie es für unmöglich, dass eine Substanz in ein Akzidenz oder ein Akzidenz in eine Substanz sich verwandle, weil davon auch die Vorstellung selbst unmöglich ist. Hingegen liegt kein Widerspruch zwischen der Vorstellung von der äusseren Erscheinung des Feuers und der Vorstellung, dass es nicht wärmt. 81) Diese Lehre von der Natur des Möglichen hängt jedoch, wie bereits Maimuni bemerkt, aufs engste mit der atomistischen Ansicht der Asarijja zusammen, aus der wir speziell einen Punkt hervorheben müssen, in welchem sie sich von den arabischen Aristotelikern unterscheiden. Diese nehmen mit Aristoteles eine innere stets sich gleichbleibende Wesensform an, die den Dingen ihren eigentümlichen Charakter verleiht und mit deren Zerstörung jedes Ding aufhört, das zu sein, was es ist. Jene hinter der Erscheinung liegende Wesenheit ist es, mit welcher gewisse Akzidenzen unzertrennlich verbunden sind, sie ist das kausale Prinzip, auf welchem der naturgesetzliche Zusammenhang der Dinge beruht. Hingegen bestreiten die Atomisten jene innere Wesensform, jene Art von Ding an sich, welche den Erscheinungen zu Grunde liegen soll. Es gibt nach ihnen keine spezifische Verschiedenheit der körperlichen Dinge, vielmehr sind alle Körper aus einer Mehr- 81) More, 1,73; Prämisse: ההקדמה העשירית היא זאת ההסברד, אשר יזכרוה וזה עמוד חכמת המדברים ושמע ענינה הם יראו כי כל מה שהוא מדומה הוא עובר אצל השכל וכר ולא ימנע בשכל שישתנה זה המנהג ויקרר האש וכר והם עם זה מסכימים שהתקמן שני הפכים בנושא אחד ובעתה אחד שקד וכו. Ebenso Tahafut, s. 71: oLol j I (j*2s>3) olol jl *«dü £* ^äJ! olol ||>J> L*j