Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1913 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 76)
- Language
- German
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36 Hierbei ist nun besonders beachtenswert, dass nach den Asariten auch in dem Falle, wo Wirkung und Ursache gleichartig sind, z. B. bei der Bewegung zweier Körper, die Bewegung des einen Körpers nicht Ursache für die Bewegung des anderen ist. Ja, sie finden es unbegreiflich, dass die Bewegung des einen Körpers sich dem anderen mitteilen sollte, da die Bewegung ein Akzidenz und jedes Akzidenz an sein Substrat gebunden ist. Wie soll also die Bewegung von dem einen Körper auf den anderen überspringen.77) Wie aber erklärt sich demnach die konstante Verbindung zwischen gewissen Erscheinungen? Auf diese Frage antworten die Asariten, indem sie den Begriff der Gewohnheit einführen. Es ist eine von Gott gewollte Gewohnheit, dass auf gewisse Erscheinungen andere folgen. Dies darf jedoch nicht so verstanden werden, als ob nach einer ein für alle Mal festgesetzten Regel jedesmal auf die Erscheinung A von selbst die Erscheinung B folgte, sondern es wird für jeden einzelnen Fall ein besonderer göttlicher Willensakt erfordert. An die Stelle einer kausalen Verknüpfung setzen sie eine lediglich durch den Willen Gottes gestiftete äussere Verbindung der Dinge. Es könnte nun fraglich erscheinen, ob der Ausdruck Gewohnheit für den beabsichtigten Gedanken passend gewählt ist, und mit Recht wird von Ibn Rosd gefragt, was denn mit der Bezeichnung Gewohnheit gemeint sei. Soli es etwa heissen, dass Gott nach einer gewissen Gewohnheit wirke? Allein, Gewohnheit bedeutet eine durch wiederholte Tätigkeit erworbene Eigenschaft und passt demnach auf Gott nicht. Ebensowenig aber kann man die Gewohnheit den Dingen beilegen, da man von Gewohnheit nur bei lebenden Wesen sprechen kann. Oder soll es schliesslich heissen, dass es unsere Gewohnheit bei der Beurteilung der Dinge sei, A mit B zu verknüpfen? Gegen diese dritte Bedeutung, meint Ibn Rosd, hätte er nichts einzuwenden, da diese Gewohnheit eben nichts anderes als eine Funktion des Verstandes ist, dessen Natur es erfordert, die Dinge so zu betrachten und wodurch ö... jl *wX>.Lu *נ ^jsJl v^'LJI qI 5Ju 77׳j More 1, 73, Prämisse vi: ואמנם הנהיג השם המנהג הזה כשתחובר תנועת היד לתנועת הקולמוס ובד כי אמרו שהמקרה לא יעבוד נושאו.