Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1913 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 74)
- Language
- German
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34 verstände, als auch mit dem Sprachgebrauch im Widerspruch stehen.73) Aehnlich wie bei Al-Bakilani heisst es an einer Stelle bei Al- Gazzali, auf die wir sogleich kommen werden. Dass die Behauptung der AsWijja auf den ersten Blick äusserst absurd, dem gesunden Menschenverstand, wie Ibn Hazm sagt, und aller Erfahrung zu widersprechen scheint, liegt auf der Hand. Wenn wir daher auch soeben gesehen haben, dass das Prinzip von der Unselbständigkeit aller endlichen Substanzen auf den Standpunkt der A§‘arijja von Einfluss war, so ist es doch gleichwohl klar, dass dieser Gesichtspunkt allein sie doch nicht zu einer Ansicht hätte bestimmen können, die mit der Erfahrung in einem so schreienden Widerspruch steht. Wie nun suchten sie ihre Behauptung mit den Tatsachen in Einklang zu bringen? In der Beantwortung dieser Frage schlagen die Asariten merkwürdigerweise einen Gedankengang ein, der sich vielfach mit gewissen Ausführungen bei Malebranche und Hume berührt. Der Begriff der Ursache, antworten die Asariten, lasse sich weder a priori aus der blossen Vernunft, noch a posteriori aus der Erfahrung gewinnen. Es besteht keineswegs die Notwendigkeit die gewohnheitsmässige Verbindung zweier Erscheinungen als ein Verhältnis von Ursache und Wirkung aufzufassen. Haben wir zwei von einander verschiedene Begriffe vor uns, so dass die Bejahung des einen nicht die des anderen und ebenso die Verneinung des einen nicht die Verneinung des anderen in sich einschliesst, so schliesst auch die Existenz des einen nicht mit Notwendigkeit die Existenz, die Aufhebung des einen nicht die Aufhebung des anderen in sich. Solche verschiedene Dinge sind der Trank und das Stillen des Durstes, die Sättigung und das Brot, das Verbrennen und die Berührung mit dem Feuer und dergleichen mehr. 74) Mit anderen Worten Ibn-Hazm IV, S. 218: J.J Jotb XX2 Jläj V' fJttaJI Jotij gdiJI JotS JLä* JÜo L3j^ä£. IaP JwT u5w. Ebenso heisst es bei den Lauteren Brüdern an der bereits silierten Stelle S. 25 A. 50. Die Mutakallimun behaupten, dass das Feuer nicht verbrenne. 74) Al-Gazzali, Tahafut, S. 67: ö'olotJI ^.5 JdkZju La qLäs^'1 J.T Jo yb LjOwww* JofrjtJ 0L0>| L\$> % Jd JLLa