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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1914-01-01 · 1913 (1914) · page 72

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1913 (1914)
Date
1914-01-01
Page
– (sequence 72)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721037--071-2725865
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32 Menschen insbesondere ist der Beweis gerichtet, welcher besagt, dass die menschlichen Handlungen, obgleich sie mit Bewusstsein geschehen,- dennoch ausschliesslich Gott zum Urheber haben, weil viele Bewegungen auch ohne Bewusstsein und ohne seinen Willen vom Menschen ausgehen, und wie von diesen, sei er auch von jenen nicht als Ursache anzusehen.67) Gott hat es demnach so eingerichtet, dass er gleichzeitig mit einem im Menschen entstehenden Vermögen und einem Willensentschluss die Handlung hervorbringt.68) Ueberhaupt erforderte die Frage in bezug auf den Menschen wegen der besonderen Momente, die hier noch in Betracht kommen, wie die sittliche Veranwortung, Lohn und Strafe usw., eine gesonderte Erörterung. Um dem Menschen doch einen Anteil an seinen Handlungen zu sichern, sagte man, dass er sich dieselben aneigne, was man mit dem Ausdruck Kasb bezeichnete. Welcher Sinn jedoch mit dem Ausdruck zu verbinden sei, ist schwer zu sagen. Jedenfalls ist der Versuch, den Ausdruck, mit der Zu- Stimmung, der (Tu^xazdäieat^ der Stoiker, in Beziehung zu setzen,69) sehr fraglich, da die Bezeichnung wie bereits aus Ibn Hazm zu ersehen ist, aus dem Koran entlehnt ist, wo öfters die guten und 07) Mewakif, S. 106: 31x3*551 01 was dann näher auseinandergesetzt wird. Aehnlich folgert der Okkasionalist Cordemoy, dass wir nicht die Urheber für die Bewegung unseres Körpers sind, weil diese oft schneller und langsamer erfolgen, als wir wünschen, Lang, Das Causalproblem, S. 237. Vgl. auch Cusari III, 11: יחשוב כי כל איבריו מושמים בחכמה וסדר ושעור ויראה א־־תם נשמעים לחפצו והוא אינו יודע מה שראוי להניע מהם על הדמיון שירצה לקום וכר ויותר מזה דק ועמוק ממנו אברי הדבור וכר וכן כלי החזה בטעמי הנגון הוא מדמה אותם ומתקנם ואיננו יודע באיזה דבר כאלו יוצרם ממציאם ומעבידם לו בכל העתים וכצרכו והדבר כן או קרוב לכן . 68) Vgl. bei Ibn-Uazm III, S. 22, die Streitfrage, ob das Vermögen zu handeln der Handlung vorangeht oder mit derselben gleichzeitig entsteht. Die Frage erinnert an die von den Skeptikern erörterte Schwierigkeit in bezug auf das Zeitverhältnis der Causalglieder, ob nämlich die Ursache der. Wirkung vorangeht oder mit ihr gleichzeitig ist, vgl. Sextus P. H. III, 26. Ganz allgemein und nicht bloss in bezug auf die Menschen, erörtert diese Schwierigkeit hinsichtlich des Zeitverhältnisses Ibii-Uazm, das. S. 34: 1*5" . # . CyxJI yail ן•j^־J 0315 aL 131 aGUX* f 031 צ G׳)) Vgl. Stein, Die Psychologie der Stoa, II, S. 191.

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