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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1914-01-01 · 1913 (1914) · page 70

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1913 (1914)
Date
1914-01-01
Page
– (sequence 70)
Language
German
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30 die Feder zerbrochen, bedeuten.62) Näher geht Al-Razi auf den Gegenstand nicht ein. Auch der Grundsatz: keine Veränderung ohne Ursache wird von Al-Razi erörtert, indem er die Frage aufwirft, ob der Satz etwa zu den an sich gwissen Wahrheiten, die keines Beweises bedürfen, gehöre, und dagegen einwendet, dass derselbe nicht die gleiche anschauliche Evidenz habe, wie andere unmittelbar gewisse Verstandesurteile.63) Aus der älteren Zeit ist uns eine allgemeine Erörterung des Prinzips nicht bekannt, nur aus den Darstellungen des kosmologischen Gottesbeweises erfahren wir indirekt aus welchen Gründen man eine ursachlose Veränderung für unmöglich hielt64). Andere von Al-Razi erörterte nebensächliche Fragen können wir ausser Acht lassen. Das Wichtigste an der Causalitätslehre der As‘arijja und worauf es uns vor allem ankommt, ist, dass sie alle physische Causalität aufheben und an deren Stelle die metaphysische Causalität Gottes °-) Al-Razi, S. 104: qjA ־ojtliä LUyj jjlitj 5לג1 ג\^01ג Tusi verweist hier auf die Ausführungen Al-Razis an einer anderen Stelle (S. 58), wonach den relativen Akzidenzen, zu welchen auch die Kategorie des Tuns und Leidens gehört, keine Realität zukomme. Vgl. oben S. 25 A. 50. G3) Al-Razi, S. 50: JwcÄJL• 5י) ^\*j a<4Jl 1 wj '1 '־'־־ J 1 Lj! UJ 14* lili ^״A xil 0I 51לי V_3 Ajj ^5>!y| LaJ^.5 %A AsJl NaaÜäJI 14־-! G־b Vgl. Schreiner, Studien über Jeschu‘a b. Jehuda (1900), S. 29: שאלה בחרוש העולם וכר שאנחנו נדע בבירור כי בל דבר יעבור שיהיה ויעבור שלא יהיה והדרך בשני דברים אחד כי לא יהיה אלא לדבר וזה ספור הגוף כי לא יש עת בעתיד יתכן שיהיה החתיכה בפאה אלא ויתכן שלא תהיה בה וחוב שלא תהיה בה לעתיד אלא לדבר ולא יצא זה הדבר אם לנפשו לפי שהוא מדרך האליל כי מן החוב שיהיה בפאות כלם בעת אחד בי נפשו עמם כלם בשיה ובר ולא יעבור שיהיה בה לאפיסת דבר לפי שאין ביניהם תליאה ולפי שיהיה מן החוב שיהיה מתניעע שיכן בעת אחד לאפיסת שני דברים ממנו In derselben Weise beweist später Hobbes, dass ein Körper nur durch eine Ursache ausser sich vom Zustand der Ruhe in den Zustand der Bewegung übergehen könne, weil er im anderen Falle zu gleicher Zeit nach entgegengesetzten Riehtungen sich bewegen müsste, was ein Widerspruch wäre. Vgl. Th. Hobbes, Opera philos. ed. Molesworth, London 1839, I, S. 102 ff. Davon abweichend ist die Begründung von Hobbes, auf die Hume, Traktat über die menschliche Natur, Ueber- Setzung von Lipps S. 107 anspielt, die von E. König (die Entwicklung des Causal- Problems I, S. 218) vermisst wird und in der englischen Ausgabe IV, S. 276, sich in Wirklichkeit findet. Vgl. die Methode der Determination bei den Mutakallimun (More I, 74, V), die Aehnlichkeit ist jedoch nur scheinbar.

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