Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1913 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 65)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2720904-2721037--064-2725858- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Bedeutung die ganze Frage im Kalam war, geht schon daraus hervor, dass Ai־As‘ari eine eigene Schrift unter diesem Titel (woUJI o^LäJI verfasste. Welche Bewandtnis hat es nun mit der ganzen Frage? Wir glauben, dass sie identisch ist mit dem vierten Tiopus des Aenesidem, welcher lautet, dass wir mit Unrecht vom Bekannten aufs Unbekannte schliessen, indem wir ohne weiteres voraussetzen, dass das Unbekannte in gleicher Weise wie das Bekannte vor sich gehe.49) Wir könnten noch auf andere Beziehungen zur Skepsis in einzelnen Punkten hinweisen50); wir ziehen es aber vor, nicht länger bei Einzelheiten zu verweilen, sondern vielmehr den Einfluss der Skepsis in jenen Lehren der As‘arijja nachzuweisen, in denen sich die Eigentümlichkeit ihrer Richtung am schärfsten ausprägt, und die gleichsam die Grundpfeiler ihres Systems bilden. A. Die Moralskepsis. Eine der wichtigsten Differenzen zwischen den Mutazila und As‘arijja betrifft die Frage, ob der Unterschied zwischen gut und böse in der Natur selbst begründet oder lediglich ein Produkt der Satzung und des Herkommens sei. Es ist die bekannte Meinungsfragt sich, was unter s—*oliiJI verstanden wird. Von den Dingen der Welt ist nichts schlechthin verborgen, höchstens dass manches den Sinnen entzogen ist. Versteht man aber darunter Gott, ist der Schluss unstatthaft: lj.il/ q!3 öl w0l*JU \AJI q! ^1 2d/ «APL&JI Jo L* J*j XjLä/ ^כ•) ^oLäJ) qj/5 0! *JJt 0^ VwÄ-L> 0^ J</ J0 l*/ JvÄJtJö *XJuÄ y& .Jo L0l£ jXj Js^ 49; Sextus P. H. I, 182: TSTapTOv, xatF ov zu cpatvöu.*va /.aßovTc; a>; ־plvsTat za», xa |17] <pa1vop.sva v0|xt'C0001v 0); *ftvsTat xarsttajtpsva!, zdya ixcv 01x00׳; toic <pa1v0[1.iv01<; Tü)v dcpavojv sTütTsXoupivcov, zdr/a 0* ouy oijloicoc, a/X totaCdvTtu^. 50) Dahin gehört die von Al־Razi S. 58 im Namen der Mutakallimun angeführte Ansicht, dass den Relationen keine reale Existenz zukomme {Ld I^Ail u\.äs Vgl. Sext. adv. Math. VIII, 453. Ta KpoQ Tt iitivosixa» jaovov, ouxsti 02 xat hrAp'jz'.; das. VIII, 335; IX, 208. Ferner, Lautere Brüder, S 615, wird von den Mutakallimun gesagt, dass sie die liberalen Disziplinen gering schätzten (Jo/o j^väJI womit zu vergleichen ist. Sextus, adv. Math. I, Anhang: T־/;v ~po; too^ a׳ro tu>v ixa^TjiidTiov dvrtppY)atv xotvoTspov jx£v 01aT3hsta9-a1 ooxoosiv 01׳ T2 ~2pt tov ,Eztxoupov xat dt d~0 tqo nuppwvo;, 00x cko Trj; aozf^ 03 oialHasu); usw. Ebenso I, 272: too^ T7fc YpauaaTix^ xaTrj-fopou; Jlopptovd ts xat ,Eictxoopov.