Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1913 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 47)
- Language
- German
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7 angeführt, und zum Schlüsse meint er, dass dieselbe von der früher erwähnten Ansicht der Skeptiker nicht wesentlich verschieden sei, — eine Bemerkung, die jedenfalls insofern richtig ist, als in der Ansicht des Demokrit tatsächlich der Keim zur Skepsis liegt.5) Bei weitem eingehender als Al-Jakubi behandelt Ibn-Hazm die Skepsis. Es geschieht an zwei Stellen, am Anfang des ersten und am Ende des letzten Buches. Wir behandeln die letzte Stelle zuerst und kommen auf die erste gelegentlich zurück. Ibn- Hazm widmet einen besonderen Abschnitt der Behauptung von der Gleichwertigkeit der Beweise, welche nach ihm besagt, dass jeder Thesis, mag sie noch so gut begründet sein, eine Antithesis von gleicher Stärke entgegengestellt werden kann, weil in jeder Frage die Beweise für und gegen sich das Gleichgewicht halten.6) Dass damit das skeptische Prinzip der Isosthenie wiedergegeben werden soll, ist klar;7) dennoch ist es fraglich, ob Ibn-Hazm den Ausdruck in dem Sinne genommen hat, welchen das genannte Prinzip in der griechischen Skepsis hat. Nach seiner Darstellung hat es den Anschein, als ob mit der Behauptung von der Gleichwertigkeit der Beweise nur der Zweifel gegen die logischen Verstandesoperationen, gegen jede mittelbare Erkenntnis durch Beweis, nicht aber gegen jede Art von Erkenntnis überhaupt, ausgedrückt werden soll.8) erklärt sich die Stelle bei Al-Razi, Muhassal S. 2: [1. Gemeint ist in der Tat, dass die Körper gleich sind, und nicht etwa die Atome. Damit ist die Schwierigkeit beseitigt, die wir in unserer Arbeit: Ueber den Einfluss der griech. Philosophie auf die Entwicklung des Kalam, S. 21, Anm.2, gefunden haben. ׳V Das, S. 170: qI 1*015^. Vgl Sext. P. H. I, 213: AXka zat /ן A7]^.0xp׳'Tet0£ <p1Xoaocp׳!a xotvumav Iy31v 0גן:ד<; Tqv axdcjr.v. Sextus weist auf den Unterschied hin, Demokritos nämlich sage, weil der Honig dem einen süss, dem anderen aber bitter schmecke, so sei er keines von beiden. Die Skeptiker aber sagen, sie wüssten nicht, was er sei. Ausserdem sei noch ein ganz offenbarer Unterschied, insofern Demokritos positive Ansichten aufstelle und die Existenz des Vollen und Leeren behaupte. Vgl. übrigens auch Zeller I, S. 823 ff. 6) Ibn-Hazm Kitab al-fasl fi al-milal usw. V. S. 119 JyUl ^jl צ^«ן Alj XJj'iJ! J.5L.V20 j5 Ilo L^Lh JJjLJI sJl&a ^Jlc־ X21&* X-aSJC® ^415 xJliLrt Jsi Jo &jJ5 ד) Vgl. Goldziher a. a. O. 8) Von den verschiedenen Stellen, die für diese Auffassung sprechen, heben wir nur eine hervor. In seiner Widerlegung S. 124 wendet sich Ibn-Hazm einer-