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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1914-01-01 · 1913 (1914) · page 46

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1913 (1914)
Date
1914-01-01
Page
– (sequence 46)
Language
German
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6 Richtungen hatten, gleichwohl aber mit dem Inhalt, mit den Problemen und Argumenten der Skepsis wohl vertraut waren, und dass ferner gerade diese Bekanntschaft mit der griechischen Skepsis für die ersten Meinungsverschiedenheiten zwischen den Vertretern der zwei Hauptrichtungen in der arabischen Religions- Philosophie, für die Spaltung zwischen Mutazila und As‘arijja, von durchgreifender Bedeutung war. Was nun die direkten Nachrichten der arabischen Autoren über die griechische Zweifellehre betrifft, so ist zunächst Al-Jakubi zu erwähnen, welcher bereits unter den verschiedenen Richtungen der griechischen Philosophie auch die Anhänger der Isosthenie, der Gleichwertigkeit der Beweise, nennt, die da behaupten, dass von den einander widerstreitenden Ansichten keiner ein Vorzug vor der anderen gebühre, woher es auch komme, dass im Laufe der Zeit bald die eine, bald die andere das Uebergewicht erlange.2) Ihre Ansicht von der Unmöglichkeit der Erkenntnis stützen die Verfechter der Isosthenie u. a. darauf, dass jede vermeintlich sichere Erkenntnis notwendig auf einen Regressus ins Unendliche hinauslaufe.3) Im Anschluss daran erwähnt Al-Jakubi auch die von ihm falsch formulierte Ansicht des Demokrit von der Subjektivität der Sinnesqualitäten. Die Ansicht Demokrits lautet nach Al-Jakubi, dass alle Körper an sich gleich seien und lediglich durch die Wahrnehmung, d. i. für das wahrnehmende Subjekt, verschieden erscheinen.4) Auch die Beweise für diese Ansicht werden von Al-Jakubi 2) Vgl. Al-Jakubi ed. de Goeje S. 166: 2U)jU! Hy* ^5^-äj Auf diese Stelle weist bereits Goldziher ZDMG. Bd. 62, S. 2 hin. 3) Das. 167: IjJLä» |\ . L\^j ^Jl ji ÄjLfci ^JLi Lgl?. Das ist der von den Skeptikern xpo-oc sie äzzipov expd/vXojv genannte Beweis, auf den wir noch zurückkommen werden. 4) Das. S. 168: [näml. die WeltJ \ג| qX *jöLa/c L+iL. Die Darstellung Al-Jakubis ist falsch, weil nach Demokrit die subjektiven Eigenschaften objektiven Verhältnissen in den Dingen entsprechen, die der Substanz nach gleich, aber durch die Gestalt, Größe und Zusammensetzung der Atome verschieden sind. Vielleicht ist die Auffassung Al-Jakubis dadurch entstanden, dass man Demokrit die Ansicht zuschrieb, welche Plutarch anführt, S. 1108: s־fza7.eT &י ao~0) [nämlich Kolotes d. Demokrit] 7up0)T0v, 01־ töjv 7:p cqy.cz “ov ezccaiov eittojv 0ü yia/J.ov xoiov yj t׳>Tov stvcz3 ,׳u~(xiy׳jz3 tov ßiov. Wie e3 sich aber auch damit verhalten mag, aus der Anführung bei Al-Jakubi

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