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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 75

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 75)
Language
German
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283 An diese philosophische Eröterung schliesst sich der Nach״־ weis an, dass auch die Schrift die Fortdauer der Seele nach dem Tode lehre. Vor allem bemüht sich Ibn Daud, die Schrift gegen den Vorwurf zu schützen, dass sie in ihren Verheissungen und Strafandrohungen sich lediglich auf das Diesseits beziehe.164) Die Schrift, meint er, die für die Seele das sei, was die Arznei für die Kranken, nehme in ihren Verheissungen und Strafandrohungen in erster Reihe auf die grosse Menge Rücksicht, ähnlich wie ein Arzt, der viele] Kranke in seiner Behandlung hat, seine Sorgfalt den Schwerkranken in besonderem Grade zuwendet. Sie muss sich demnach dem Auffassungsvermögen der grossen Menge anbequemen, bei welcher nur Missverständnisse und verkehrte Auffassungen entstehen würden, wrenn sie zu ihr in einer Sprache redete, welche für einzelne Auserlesene angemessen ist.160) Gleichwohl lässt es die Schrift nicht an Andeutungen über die Fortdauer der Seelen der Frommen und den Untergang der Seelen der Sünder fehlen. Dahin gehört der Ausdruck ״Gott nahm ihn zu sich“ für Tod bei einzelnen Frommen, wie beispielsweise Chanoch und Elijahuh (Genesis 5, 24, Könige II, 2, 5), worunter offenbar keine gewöhnliche Todesart, sondern ein plötzliches Entrücktwerden in die geistige Welt gemeint ist.166) Auch die Anrede Mos's: ״Gott der Geister *in allem Fleische“, und die Schriftstelle: ״Und am Tage meines Ahndens werde ich ahnden an ihnen ihre Schuld“ (Num. 27, 15, Exod. 32, 34) deuten eine Fortdauer und eine Vergeltung im Jenseits an. Auch der Wunsch Bileams (Num. 23, 10) bezieht sich auf die zukünftige Glückselig״ keit. Dass der Glaube an die Unsterblichkeit im Volke verbreitet war, beweist das Wort Abigails 1. Sam. 25, 29.167) Auch ist unter Leben und Tod Deut. 30, 15 und Ezechiel 19, 32 offenbar nicht das Leben und der Tod hienieden, sondern im Jenseits geanima, S. 206: q ysß ivxs) r/sta Xsj'sxgci x21 ix» xou sloqu; xoy Gr/iopiaxoo 105 303u.7to^ xa1 'Ixt xou yvD'AG-ou. saxt xsXs'.öxr,; xai 0 xoßspv/jx־/;; xou xXo'oo xrA xo x7j״ oaoxö; sioo; xou x־?j; caoxo; a0ju.«xo;. 1«) Em. r., s. 39: בבר ראוי עלינו שנעיין בזה הדבר יותר מע־וננו בבל ענין זולתו יכו׳ לפי שקצת הטוענים עלינו יבוזונו ובו׳. y1״. oben s. 66. 165) Em. r., ibid. 1(i(i) Em. r., ibid.: ומם בל זה לא חטנע מזבוד השארות הנפש החשובה ובו׳ אבל אל הצד האלהי [h. ad.:הוא הפרד טזה [העולם. Weiter unten, S. 40, verweist Ibn Daud auf den Ausdruck לקח an anderen Stellen. Em. r., ibid.: בהתחננו [H. ad.יהנביא בעל התירה עה ובר ויתבאר [בי נמול ועונש ובו׳ [H. לבוראו שיש הנה אם [יום.

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