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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 74

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 74)
Language
German
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282 halten hätte, folglich kann auf Grund dieser Induktion geschlossen werden, dass dies von jedem mit einer Form begabten Körper gelte, dass mithin der Untergang des Körpers den Untergang der Seele nach sich ziehe. Allein, ein solcher Schluss auf Grund einer Induktion ist nicht stringent, wie an einem Beispiele gezeigt werden kann.161) Sagte z. B. jemand von einem Tiere, dass es sterben werde, weil er verschiedene Arten von Tieren habe sterben sehen, was aber von verschiedenen Arten, auch von der ganzen Gattung, mithin auch von dem in Rede stehenden Tiere gelten müsse, so hätte ein solcher Schluss offenbar keine Beweiskraft. Denn entweder ist das fragliche Tier in die beobachteten Fälle eingeschlossen,, dann ist der Schluss überflüssig, im entgegengesetzten Falle ist der Schluss von einzelnen Arten auf die ganze Gattung nicht zwingend.162) Aber auch davon abgesehen, ist die jenem Einwand zu Grunde liegende Voraussetzung, dass die menschliche Seele die Form des Körpers sei, falsch, da wir oben das Gegenteil erwiesen haben.163) 161) Em. r., ibid.: אכן אנשים רבים יחשבו שהתלות הנפש בגשם הוא על שהנפש חפיש .צורת הגשם וכר וישפטו בחפוש ובר והקש החפוש נפסד JjduJ bedeutet Induktion, wie bereits der Herausgeber bemerkt.!62) Em. r., ibid.: 'בי האומר איתו אם יאמר לפי שבבר ראה בעל חיים מת וכו [H. זה הבטל חיים אשר בין ידיו וכר ואם היה כבר תפש [חפש [h. .אם שתפש [?שחפש אותו וכר. Vgl. Ibn Sina, Isarat, S. 64, wo der von Ibn Daud ausgesprochene Gedanke durch das Beispiel vom Krokodil, das gewöhnlich angeführt wird,, illustriert wird. 163) Em. r., ibid.:עם שאנחנו כבר קיימנו שהנפש האנושית איננו [איננה.1] צוית נשמו כלל. Diese Worte sind auffällig. Mit Guttmann, S. 107, eine Lücke in unserem Texte anzunehmen, weil sich ein solcher Beweis im Vorhergehenden nicht findet, ist nicht nötig, Ibn Daud meint nichts anderes als den Nachweis, dass die Denkseele keines Organs zu ihren Funktionen bedarf. Auffällig aber ist, dass Ibn Daud unzählige Male von der Seele als Form des Körpers spricht, und mit einem Male erfahren wir, dass dies nicht von der Menschenseele im eigentlichen Sinne gilt► Besonders befremdlich ist dies in bezug auf die oben, Anm. 159, besprochene Stelle, bei der es sich speziell um die Menschenseele handelt. Dieser Schwierigkeit haben wir durch die Interpretation der obigen Stelle vorgebeugt. Was nun die anderen Stellen betrifft, so scheint es, dass Ibn Daud den Ausdruck Form in verschiedenem Sinne nimmt, indem er bald darunter eine untrennbare bald eine trennbare Form versteht, ähnlich wie man auch die separaten Intelligenzen Formen nennt. Im übrigen geht die Bemerkuung Ibn Dauds auf Aristoteles zurück, De anima 413a, 4 : 01־ uiv ouv 0uz eaxiv 7} 60/7] y0jp13׳xrj 05:־־ ao30.ax0Q rt jJtipv] ־ttva Gfü־cyJ<;, si p.£p10T7j xE^uxav, 0־j007 ./־■ Lov ivftuv yap q svr&Xiysia ־wv jxepwv I3׳־.v auxcwv. ou jir^v aXV Ivia ys oufiiv zo>Xu£t, ha 0£^ 0־v0; Eiva» aojuaxor; svxsXsystac;. Eti 01 aorjXov e! oCtu); ivisXiyEi« xo5 3iou.2xo; ד\ <j>׳jy־/j luaxsp irXojrqp tcXolou. Aus der Vergleichung mit dieser Stelle ist jedenfalls klar, was Ibn Daud sagen will. Vgl. ausserdenv noch über den dopplten Gebrauch des Ausdruckes Entelechie Philoponus, De

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