Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2720904-2721015--70-2725710- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
279 Schliesslich zeigt sich die vollkommene Unabhängigkeit des Geistes vom Körper darin, dass manche erst im vorgerückten Alter daran gingen, sich mit den Wissenschaften zu beschäftigen und ihr Geist Fortschritte machte und sich vervollkommnete zu einer Zeit, da ihre körperlichen Kräfte bereits im Abnehmen begriffen waren. Auch dies beweist, dass der Mensch seine Denkprodukte weder durch ein körperliches Organ, noch durch eine körperliche Kraft erzeuge.154) Da nun die Denkseele, wie sich aus den angeführten Beweisen ergeben hat, zur Ausübung ihrer, eigentlichen Tätigkeit des Körpers nicht bedarf, so wird sie auch getrennt von ihm fortdauern, wenn sie auch vorübergehend der Verbindung mit ihm insofern bedurfte, als, wie oben bereits bemerkt wurde,155) die sinnliche Erkenntnis eine notwendige Vorstufe für die geistige ist. Um jedoch dieses Ergebnis in ein noch helleres Licht zu setzen, wollen wir für unsere Behauptung noch einen indirekten Beweis führen, indem wir zu zeigen versuchen, welche Konsequenzen sich aus der entgegengesetzten Annahme für das Verhältnis zwischen Seele und Körper ergeben.156) Gesetzt, die Seele würde mit dem Körper untergehen, müsste ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen ihnen bestehen, da zwei Dinge, die derart mit einander verbunden sind, dass der Untergang des einen den Untergang des anderen nach sich zieht, offenbar in einem solchen Verhältnis zu einander stehen. 154) Em. r., ibid.: זבברימצא מן האנשים מי שיתכוון אל חכמות וקנות אותם שלמות וגשמו וכחותיו נסונים אחור [H. בזקנה ותהיה נפשו בעליה בתוספת [והוספת. Vgl. Philoponus a. a. 0., S. 14, Z. 36: 211 al iv ü^oxsijisvi»» 11» ou>uer:1 oovdiui; 30va*/jJtdC0e31' 1s 0־) awaaii */.al 30 vau.aupou via י * loiaoiai fouv atslbjai; tLiiö; i~1fruiua * 7j 02 X0־p.*/7] tyv'JJl ivavi'ov {lapaivouivou 100 3i»u.a10; a'j~q dxu1dC21 . 00* dpa Iv Incoxsipivtp T1f> oomo.1t 2311v. Vgl. Aristoteles 408 b 18: 6 02 vou; soizsv 2־f־(tv239־a׳. 003׳ a 1t; 003a, */al 00 cpt>21ps39־a1. u.dh.31a ססן i<pfr2tps1' dv ütco 17j; iv 1J> yrß'x. d[j.a׳jp0jasa>c, vuv 0י lato; 07:2p hzi imv atoÖTjiyjptwv 3011ßatv21 * st ־(dp Xdßoi 0 ־rpcaßÖTy); d^iiia lotovGt ßXsTtot dv d> 37:2p za! 6 vso; usw. Ueber die Schwierigkeiten dieser Stelle, auf welche unser Beweis zurückgeht, vgl. Philoponus z. St. 155) Ygl. oben S. 266. Em. r.t s. 37: -בבד התבאר במה שקדם בי זאת הנפש אשר תשכיל איננו כה מבחות הנשם ובבר די בזה בשהיא לא תאבד באבדן הנשם ובר אמנס אנחנו [H.[איננה נוסיף בזה ביאור ונאמר ונעשה הקש על הפך סברתנו ואחר נראה בטולו ונאמר ובר. Bei der folgenden Auseinandersetzung, die keineswegs klar und durchsichtig genug ist, und in der Ibn Daud sich ganz an Ibn Sina anschliesst, kommt es wesentlich darauf an, nachzuweisen, dass zwei Dinge, die gleichzeitig entstehen, nicht in einem solchen Verhältnis zu einander stehen müssen, dass mit dem Aufhören des einen auch das andere aufhört, Sahr. II, S. 424: