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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 70

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 70)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721015--69-2725709
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278 Organ zustande kommen. Denn wäre letzteres der Fall, so musste es möglich sein, dass der Mensch dächte, ohne sich seines Denkens bewusst zu sein. Diese Konsequenz würde sich ergeben, gleichviel, ob man für das Denken und das dasselbe begleitende: Bewusstsein zwei verschiedene Organe oder ein und dasselbe Organ annähme. Unter der Voraussetzung zweier verschiedener Organe leuchtet die obige Konsequenz von selber ein, denn ebenso• wie es möglich ist, dass ein Sinn tätig ist und der andere nicht, müsste es auch möglich erscheinen, dass das Denken getrennt vom Bewusstsein vorkäme, da die Organe und ihre Kräfte zu Zeiten wirksam sind und zu Zeiten nicht. Aber auch, wenn das Denken und das Bewusstsein davon durch ein Organ zustande käme, wie beispielsweise das" Auge die Farbe wahrnimmt und zugleich für Wärme und Kälte empfindlich ist, so müsste gleichwohl, gerade wie in dem eben genannten Beispiele, die eine Empfindung ohne die andere Vorkommen kann, ein Denken ohne Bewusstsein möglich sein, was offenbar absurd ist.152) Ferner offenbart sich ein Unterschied zwischen dem Denken und dem Wahrnehmen darin, dass das Denkvermögen durch das Denken des in hohem Grade Denkbaren nicht ermüdet und nicht geschwächt wird, vielmehr dadurch nur noch eine grössere Geschicklichkeit und Fertigkeit erlangt, das minder Intelligible zu erfassen, während die Sinne durch allzustarke Eindrücke, wie z. B.. das Auge, wenn es in das Sonnenlicht sieht, oder das Ohr, wenn es ein erschütterndes Geräusch vernimmt, geschwächt und in ihrer Fähigkeit beeinträchtigt werden. Dieser Unterschied hat offenbar seinen Grund darin, dass das körperliche Organ, durch welches die Wahrnehmung geschieht, durch allzustarke Reize zestört wird,, während das Denken an kein körperliches Organ gebunden ist.153) 152) Em. r., ibid.: האדם הוא עניין ושישכיל שהוא [h. .־ומיד כשישכיל [כי שישכיל ־ .ישכיל עד שיהיה לו הפרש בין מה שישכילהו ובין מה שיסכלהו הוא ענין אחר וכד 53נ) Em. r., s. 36: זעוד אם יהיה האדם ישכיל מושכליו בכלי גשמי הנה ייעפו המושכלות הנפלאות כמו שיקרה לכל [H. ויחלשו כשישתמש בהם בהשגות [כהשגת ההי־יגש שיחלשו בהדגישם המורגשות הגדולות הרושם וכד אבל כל מה שתתעסק [H.[לכלי על פועל זה וכד [H. הנפש לאמת המרשכלוח הנפלאות העמוקות תתעסק [תתחזק. Vgl. Aristoteles 429a 29: 071 0י ooy ou-ota rt dxaÖsia 700 ai397)71xoÜ xal 706 vo7jti*/.oo, cp-zvepov Ex7 יä>v a17[/*־39׳y)pu»v y.ol -yjai097}as10;. rt uiv ן dp caa97)01; 00 3־uva7׳zt cua9־dv09-«1 ix 700 acpöopa 0.00ד[97ב'׳ . , . r/Xt? 6 voo; 07av 71 vorp-Q accoopa v07j0־vr 00yw 7j770v \oii 7d Ü7ü00£6a7spcf. Der Ausdruck acpoopa v07]70,v ist sehr unbestimmt^ und wenn man an die Analogie mit den starken Sinneseindrücken denkt, so fragt es sich, inwieweit die arabischen Aristoteliker den Gedanken genau wiedergeben.

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