Mannheim
Compact Memory

Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 68

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 68)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2720904-2721015--67-2725707
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

276 fähig sind. Daraus schliessen wir mit Recht rückwärts auf die absolute Immaterialität des Substrats, welchem sie inhärieren, dass mit anderen Worten die Denkseele weder ein Körper, noch irgend ein Vermögen an einem solchen sei.149) Ferner, wenn die menschliche Seele ihre Denktätigkeit durch ein körperliches Organ entfaltete, w'ürde sie sich selbst nicht erfassen, da bei jeder durch ein körperliches Organ vermittelten Erkenntnis dieses zwischen Subjekt und Objekt tritt, wie beispielsweise Auge 149) Em. r., s. 34: נאמר שהאיש אשר לו התבוננות מה יבין מעצמו שהוא ישיב בין ראובן ושמעון ענין מה ישתתפו בו הוא צורה האנושית וכר ונ*כ ישכיל מושפלות אחרות וכר כמו שישכיל שכל שני דברים שוים לדבר אחד שהם שוים וכד ואחר שישכיל אדם אלה הצורות המישבלות והכוללות הנה אם ישכילם בכלי גשמי כלב או המוח ישיגם במתחלק וכן אם ישיגם בכח גשם אחר שכבר התאמת שכחות הגשמים כעלי תכלית לפי שכל גשם בעל תכלית ואי אפשר שיהיה בעל תכלית בכח בלתי בעל תכלית ואם שכנו אלה המושפלות הכוללות משכן מתחלק והפתבבו והתפשטו בו התחלקו בהתחלקו ויהיה ד,הקש כן וכד Der Passus, dass eine unendliche Kraft nicht in einem endlichen Körper sein könne, scheint auf den ersten Blick den Zusammenhang zu stören,, so dass Guttmann, S. 98, A. 1, scheinbar mit Recht vermutet, es sei in diesem. Absatz ein besonderer Beweis enthalten, welcher aus der Unendlichkeit des Begriffsvermögens, insofern es unzählige Begriffe zu denken imstande ist, den Schluss zieht, dass dasselbe keine körperliche Kraft sei. Dieser Beweis wäre dann identisch mit einem Beweise Ibn Sinas bei Sahrastani, S. 420 (Haarbrücker, S. 319), dem fünften Beweise Ibn Sinas in ZDMG., S. 369. Allein, nach dieser Auffassung müsste man diesen Passus durchaus versetzen, was aber nach dem, was folgt und vorangeht, unmöglich ist. Demnach scheint der Satz eine indirekte Begründung zu sein für den später näher ausgeführten Gedanken, dass jede Kraft im Körper mit diesem teilbar sei. Gäbe es eine unendliche Kraft im Körper, so wäre die Behauptung von der Teilbarkeit jeder körperlichen Kraft falsch. Diesem Einwurf wird durch den erörterten Passus vorgebeugt. In der Darstellung dieses Beweises bei Ibn Sina, ZDMG., S. 365, heisst es:?oJjül Jo ycib ל) L* j*-**Äjf Die lat. Uebers. scheint für gelesen zu haben, und danach übersetzt Landauer, S. 411. Die Stelle gibt jedoch weder nach der einen noch nach der anderen LA. einen Sinn. Es muss emendiert werden, d. h.: in der Zusammensetzung des Urteils. Die allgemeinen Erkenntnisse sind entweder allgemeine Begriffe oder Urteile. Die Worte wJbbl S. 367, bedeuten nicht den Körper, wie Landauer, S. 413, A. 5, annimmt, sondern die zusammengesetzten Begriffe, wodurch erst das folgende einen Sinn bekommt. In der Dar- Stellung Sahrastanis sind die Worte S. 420, von HaarbHicker, S. 319, falsch übersetzt. Zum Gedanken vgl. Plotin IV, 7. 8, wo bewiesen wird, dass das Denken nicht durch ein Organ geschehe und noch viel weniger das Denkende selbst ein Körper sei: 2? ouv 6־ vostv sait tö ävso acauaTo; avTlXapißavsofhzt, zokb zpoxspov ost o&'ia a׳k6 tq voijaov etvai . . . tud; ouv OV TO V07jas•; YSJ.I T0I JlSpWToT TO JLSplSTOV voyjast;

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.