Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
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253 begegnet ist, während es solche aufsucht, wo ihm Angenehmes widerfahren ist.98) Nach seiner Gewohnheit, für philosophische Ansichten Belege in der Schrift zu suchen, will Ibn Daud auch für einzelne Seelenvermögen besondere Bezeichnungen in der Schrift finden.99) Mit der Darstellung, die Ibn Daud von den inneren Sinnen gibt, und die sich im grossen Ganzen an Al-Farabi und Ibn Sina anlehnt, stimmen die Darlegungen der anderen jüdischen Religions- Philosophen mehr oder weniger überein.100) Völlig abweichend os) Em. r., ibid. 9ö) Em. r., s. 34: זממנהגם שיקראו הבח המדמה חזיון וכף ויקראו הכה המצייר רעיון באמרו ורעיוני לבבךתנדע ובו׳ ויקרא הבה המחשב מחשבה ובבחינת הוצאת הדברים המצואים בו יאמר ולחשוב מחשבת ובו׳ והמרמות והתוך ובו' תחבולות ובו׳ ויאמר ית׳ על המדמה הבהמ״ת יצר ובו׳. Die Lehre von den inneren Sinnen, namentich die Verbindung der Sinne im Gemeinsinn, wird auch von Ibn Ezra und anderen exegetisch verwertet, ibn Ezra zu Gen. 42, 1: בעבור היות ההרגשות נחחברות במקום אחד יחליפו זאת. בזאת במו ריח בני ומתוק האור, Exod. 5, 21, 20, 1-1. Von dieser Erklärungsweise ,machen dann nach dem Vorgänge Ibn Ezras Andere Gebrauch, vgl. Kaufmann a. a. O., S. 67, A. 74, Unbegründet scheint uns jedoch der Vorwurf Kaufmanns daselbst, dass die Verbindung der verschiedenen Sinnesempfindungen im Gemeinsinn für die mittelalterlichen Schriftsteller ein Grund gewesen, ״sie als gewissermassen von Hause aus verwandt und weniger scharf geschieden anzusehen.“ 100) Wie weit die Uebereinstimmung reicht, lässt sich bei der Verschiedenheit der Terminologie, namentlich da, wo nicht eine vollständige Reihe angegeben ist, schwer entscheiden. Bei Isaak Israeli ״ היסודותD, S. 53, entspricht מצייר, der sich an חוש המשותף anschliesst, und von welchem gesagt wird: שהיא בבסן המוקדם שבמוח הנקרא אלפנטסיא, dem zweiten Sinne bei ibn Daud. s. 55: ובשקבל זה המצייר מהחוש המשותף שלחו אל הזברון scheint hinsichtlich זברון eine andere Auffassung als bei Ibn Daud vorauszusetzen. Auch scheint מהשב daselbst das Denken überhaupt zu bezeichnen. Vgl. das Buch der Definitionen in Steinschneiders Festschrift, Leipzig 1896, s. 135: כי בח ההדגש כשיראה הדברים בהרגשה יפתח צורתה בפנדסיאה שהא במקום [במוקדם.1] של ראש. Daselbst s. 139:ויאמר עוד הרעיון על הבח השוקט [השופט .1] בדברים שהם נשאלים אם הם בזה: או בזה ist vielleicht mit dem dritten Vermögen, und das daselbst genannte זמ״מות mit dem vierten identisch. Ueber Ibn Saddik vgl. Mikrokosmos, S. 4, und oben S. 196, A. 159. Mit כח המחשבה הידוע לנפש החכמה ist offenbar das Denkvermögen im eigentlichen Sinne gemeint. Bei Mose Ibn Ezra, Zion II, S. 122, sind die Worte והדבור לא יהיה כי אם בשכל והשכל .♦ . ברעיון והרעיון במחשב ומחשב בחושים zu unbestimmt. Daselbst S. 136: והמחשבה היא כח נפש החכמה scheint das Vermögen der rationalen Seele gemeint zu sein. Vielfach abweichend ist die Darstellung in שער השמים (ed. Warschau 72d ff.), hingegen übereinstimmend Aldabi in 46 שבילי אמונהd, ebenso Duran 69a. Falakera, 52 ס׳הגפש b und 55, widerspricht sich selbst. Ebenso scheint mit sich selbst nicht übereinzustimmen Akeda (ed. Pollak) II, 183b u. III, 7a. Zur Terminologie bei den arabischen Schriftstellern vgl. die Zusammenstellung bei Landauer, S. 403, A. 9. Was Al-Farabi betrifft, über den sich Landauer nicht