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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 43

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 43)
Language
German
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…/2720904-2721015--42-2725682
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251 partikulären Urteils erfasst werden können. Eine Aeusserung dieses Sinnes ist es, wenn das Schaf erkennt, dass es vor dem Wolfe fliehen müsse, weil er ihm feindlich, hingegen dem Hirten sich anschliessen dürfe, weil er ihm freundlich gesinnt sei. Vermöge dieses Sinnes halten sich die Tiere von gewissen Individuen fern, während sie anderen folgen, ohne ein deutliches Bewusstsein von dem Grunde ihrer Annäherung oder Entfernung zu haben, sondern lediglich einer instinktartigen Erkenntnis und Eingebung gehorchend, die ihnen mit diesem Sinne zu ihrem Nutzen eingepflanzt ist.94) In die Sphäre dieses Sinnes gehört es, wenn das Kind und ebenso־ diesbezügliche Stelle aus Aristoteles sehr weitläufig wiedergegeben wird. Gegenüber der von Landauer hervorgehobenen Schwierigkeit, dass Aristoteles die 06£ct dem Tiere abspricht, ist an die oben S. 241 A. 72 erwähnte Nachricht Ibn Rosds• zu erinnern, dass in der Tat das in Rede stehende Vermögen erst von den Späteren eingeführt wurde. Beachtenswert ist der Umstand, dass die arabischen Aristoteliker in betreff dieses Vermögens in Verlegenheit sind, wohin sie dasselbe placieren sollen. Im Kanon weist Ibn Sina demselben gar keinen Sitz an, vgl. Landauer a. a. (X, S. 405, im Kitab an־Nagat den hinteren Teil der mittleren Gehirnregion, in ZDMG. das ganze Gehirn, besonders aber den auch in Nagat er* wähnten Teil. Wie man dazu gekommen ist, gegen die Ansicht des Aristoteles dem Tiere die oo£oc zuzusprechen, ist aus Philoponus zu ersehen, der S. 500, Z. 25, bemerkt, man habe gegen Aristoteles die Furcht des Pferdes vor der Peitsche geltend gemacht: >]7cöpvj3av 03 7:3p! x׳jD itctcou 7rfu; cpoßstxai *cf.v a xal 07:0x31׳:־/' x<j) 7ua»X00dp7] oiy\ 7us1ftot *ctvi; worauf die Antwort lautet: ou oiä 7:31&a>, äkkcc 01 3h1ap.ov xiva, 37:3107] sboc, stysv «31 7:k7־'xx5atE.1 3£ auxfc zat aupcaxaxilkxau Als Unterscheidungsmerkmal zwischen Erkenntnis und Gewohnheit wird hervorgehoben, dass die letztere sich immer gleich bleibe, nicht aber die erstere. Als Beweis wird die Spinne und Biene angeführt, von denen wir auch nicht sagen, dass sie beim Verfertigen ihrer Gebilde mit Bewusstsein tätig sind, weil ihr Verfahren sich immer gleich bleibe — ganz derselbe Unterschied, der oben zwischen der Phantasietätigkeit beim Tiere und beim Menschen hervorgehoben wurde. Jedenfalls sehen wir, wie man auf Grund der gegen Aristoteles angeführten Tatsache dazu gekommen ist, auch dem Tiere ein gewisses Urteilsvermögen zuzu* sprechen. 94) Em. r., s. 30: חבח הרפיוני במה ש־שפוט פל דברים מוחשים במשפט־ם חלקיים הבפל ח-ים [h. ad. בלתי מ־חשים כמו משפט השה בשזה הזאב אויב וכר ויתרחקו [פו מאישים מה מבלי שיגיפ אליו פנין התרחקו אמחת ההנפה וכר והוא מועיל לבפל חיים. Es handelt sich hier offenbar um das, was wir Instinkt zu nennen pflegen, wie dies Al-Gazzali in מאימי צדק, S. 30, ausdrücklich hervorhebt. נמצא בנ5בפ לא בהקדמת למוד. Wie man dazu gekommen ist, diese Art der Erkenntnis der 00$a gleichzusetzen, ist aus der in der vorigen Anmerkung zitierten Stelle aus Ibn Philop. za ersehen. Der Unterschied zwischen dem blossen Meinen, 00£a, und dem Wissen? 37:13x7]^, kommt offenbar bei der Anwendung der 00£« auf den Instinkt nicht in Betracht. Die Verwandtschaft fand man wohl darin, dass man unter oö£a einen Glauben verstand, der unmittelbar entspringt, ohne sich auf besondere Vernunftgründe zu stützen, womit man den Instinkt beim Tiere verglich.

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