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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 42

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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IRI
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250 Es ist daher häufig eine Quelle von Irrtümern und verkehrten Ansichten und vielfach auch vermengt es Wahres mit Falschem.91) Inbesondere ist auch seine grosse Bedeutung für das Begehrungsvermögen hervorzuheben. Es kann durch trügerische Vor- Spiegelungen eitle Begieiden und Wünsche erwecken, aber auch umgekehrt ein Ansporn zum Guten sein und den Menschen auf den Weg des Rechten und Löblichen leiten.92) 4. Das sinnliche Urteilsvermögen.93) Dasselbe erkennt an den Dingen Eigenschaften, welche nicht selbst Objekt der sinnlichen Wahrnehmung sind, aber zugleich mit derselben in Form eines Funktionen des Yerstandesvermögens vergleicht. Ob diese Unterscheidung aber im Sinne Galens ist, dem offenbar die Lehre entlehnt ist, dass das 0!«v07]T1zöv ein organisches Vermögen ist, das seinen Sitz in der Mitte des Gehirns habe, ist sehr fraglich. Nur das Bestreben, zwischen Galen und einzelnen Aeusscrungen des Aristoteles zu vermitteln, führte dazu, einen solchen Unterschied hier geltend zu machen. Die Unklarheit, die über diesen Punkt herrscht, spiegeln die Worte von Abraham Bibago ab, der von כח התבוני oder הרש התבוני im 23 דדך אמונהa bemerkt, er sei נכבד עד שכמעט יחשב שאין בינו ובין השכל הפרש. vgl. Faiakera m מורה המורה, s. 24, wo unser Vermögen mit der otav01« bei Aristoteles identifiziert wird: והכת החושב לפי דעת חכמי המחקר כוח נופני כמו המדמה והזוכר וע־כ יש לו מקום מיוחד וכר ויש להם תנועה אפילו המחשבה וע*כ השיב א־סטו למי שאמר תנועה כי דעתו זאת התנועה [erg. שאין [לנפש. Hiermit ist offenbar Aristoteles 408 b 5 gemeint, obgleich die Stelle nicht genau wiedergegeben ist. Vgl. auch מורד. המורה, S. 16, wo מדמה und חושב die Funktion zugeschrieben wird, dem Intellekt die Phantasmen darzubieten, von welchen auch das begriffliche Denken begleitet ist. Vgl. auch Sextus Empiricus, adv. Mathem. VII, 221. 91) Em. r., ibid.: ויביא הבטולים בצורות האמתות ובר, Vg1. Em. r., s. 70, wo bemerkt wird, dass die Phantasie zuweilen der Influenz des tätigen Intellekts auf die Denkseele hindernd in den Weg trete, indem sie das, was der Intellekt in rein geistiger Weise mitteile, in ein Bild übersetze, das erst der Deutung bedarf, ebenso« Al-Farabi a. a. O. Da dieser Punkt mehr in die Lehre von der Prophetie gehört,, begnügen wir uns, denselben berührt zu haben. 92ג Em. r., s. 30: והוא מוצא הסברות הכוזבות וכד והתאוות הבטלות ולפעמים יביא האדם אל הנאות ואל היושר. Auf die Bedeutung der Phantasie für das Begehren weist Aristoteles 432 b 16 und 433a 9 hin. Al-Gazzali, Tahafut, S. 72, meint,, dass es richtiger sei, die Phantasie zu den bewegenden und nicht zu den erkennenden Kräften der Seele zu rechnen. »3) הבח הרעיוני, ibn Sinai, zdmg., s. 359: sL***J| . Eine Bezeichnung, welche den Begriff genau wiedergibt, ist schwer zu linden. Gemeint ist ein partikuläres Urteil auf Grund einer Wahrnehmung. Wie bereits Landauer a. a. 0., S. 401, A. 6, nachweist, ist dieses Vermögen mit der oö£a identisch. Dies ergibt sich nicht bloss aus der Auseinandersetzung bei Ibn Sina, wo die Unterscheidung zwischen unserem Vermögen und der Phantasie ganz, deutlich an die Gegenüberstellung von Bo?« und cpavxact« bei Aristoteles 428a 19 erinnert, sondern noch bestimmter aus der Darstellung bei Duran 69b, wo die

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