Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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249 Wahrnehmung entsteht.87) Ja, der Schlaf ist für die Entfaltung der Phantasietätigkeit besonders günstig, weil es in der Natur der Seele gelegen ist, dass sie nicht zu gleicher Zeit nach verschiedenen Richtungen tätig sein kann. Daher vermag die Phantasie in wachem Zustande, wenn die Seele von den äusseren Sinnen in Anspruch genommen ist, ihre Tätigkeit nicht frei und ungehemmt zu entfalten, während sie um so freier im Schlafe, wenn die Sinne geschlossen und der Verstand seine Herrschaft nicht ausübt, sich ihrer Beschäftigung überlassen kann.88) Sie ist Ursache der Visionen und trügerischen Träume und ruft namentlich bei Kranken auch in wachem Zustande Sinnestäuschungen hervor, so dass sie Einbildungen für wirkliche Wahrnehmungen halten und furchtbare Gestalten zu sehen, schrecken־* erregende Stimmen zh hören, glauben s9) In der eigentümlichen Natur dieses Vermögens, die sich schon in j der doppelten Bezeichnung kundgibt, ist es begründet, dass dasselbe j nicht bloss wahre, sondern auch falsche Vorstellungen erzeugt.90)! 87) Em. r., s. 29: ודע שזה הבה אשר נקראהו מדמה וכר יפעל פעולותיו בשינה 1 .וכר ויהיה כאלו כבר ראה אותם הדברים ובוn den letzten Worten liegt mehr die Verwechslung einer Einbildung mit einem Erinnerungsbild, Aristoteles 451a 8. Der Zusammenhang aber erfordert den Sinn, den wir im Texte wiedergegeben haben. 88) Em. r., s. 70: ואחד מכהות דיגפשיות היא כח קראנוה לך במאמר הראשון מזה הספר מצייר והוא אשר יביט אל המעטת החושים וכו׳. Der Ausdruck מצייר ist offenbar nicht genau, denn gemeint ist מדמה. Zur Sache vgl. Aristoteles 460b 28: ,Ex 07] 7057037 cpc/.vzpov 07». 05 »10707 e׳(p0)־[/׳p6~0)v al xi77]331q 21 27:0 7037 aial) 7] 0.07037 fivouLSV«! 70)7 ׳us (H'paöaV xo! 7037 ix 70u 30)11.2703707:2 :׳py 0730)7, öXhä xol 0707 י70[/37ץ. 70 7200 70570;:0־ X0X31701 07TV0; XOl |JL2)A0V 7073 (501707701. psfF 7'0^007 '(dp SXXp050770i £V3kO׳0)־J30JV 7(57 Ot387]33Ü)7 X21 0127012^ . . . 70X70)01 03 (׳ dp־(IW 7(57 X272 ]'dp 107 213833037־7־ usw. Al-Farabi, Philosoph. Abh., S. 75. 89) Em. r., ibid.: מתגבר בחולים ובד [h. לבן תמצאנה [ולק תמצאנו. Vgl. Aristoteles 461a 22. 0יי) Em. r., s. 30: וזה הבת לפי שהוא בבחינה מה מדמה ובבחינה מה מחשב ולפי שאין מתנאיו שישמור הצרק היו מחשבות האדם לא יצדקו על בל פנים אבל לפעמים יחשוב בדברים הידועים והנעשים מחשבות צודקות וכוזבות ולזה טוב מה שנדמה זה הכח• מצד שהוא מדמה אל הבח השכלי רצוני הבה אשר הוא על טבעו הראשין הבהמי וכבר ביכולת המחקה [h. היה מחשב ובבר נפרד בבח אלהי מחיק במו שנזכור [שנזכר. Die letzten Worte sind dunkel, es scheint Ibn Daud hier die Frage zu berühren, wie sich das Vermögen, das bald Phantasie, bald Denkkraft genannt wird, zum Verstandesvermögen verhalte. Eine klare Beantwortung dieser Frage haben wir nirgends gefunden. Man könnte vielleicht sagen, dass das Denken, so lange es sich lediglich in sinnlichen Vorstellungen bewegt, eine Tätigkeit des behandelten Vermögens, während die Erkenntnis des Allgemeinen, des Nichtsinnlichen in den Dingen und des Uebersinnlichen Sache des Verstandesvermögens sei. Diesen Eindruck könnte man haben, wenn man die Auseinandersetzung Ibn Dauds über die