Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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245 2. Das Vorstellungsvermögen.80) Es werden durch dasselbe die Eindrücke der Dinge, die den Sinnen nicht mehr gegenwärtig sind, aufbewahrt. Auch Tiere besitzen dies Vermögen, so bewahrt die Taube das Bild ihres Nestes und kehrt zu diesem zurück, sobald sie vermag.81) Es ist vom vorigen Vermögen verschieden, denn durch jenes erkennen wir Eigenschaften der Dinge, die den Sinnen gegenwärtig sind, während wir durch das Vorstellungsvermögen Dinge erkennen, die nicht zugegen sind.82) einem Male übersehen werden könne, vielmehr bedürfe es hier der Erinnerung und einer Zusammenfassung in Gedanken: 7/j.zu y).p aozo (nämlich סד ö^öj^avov) ÖctotjLEvyj (nämlich 7} 061:) X71 0•jy bd 3v oLov, «v7־p.7uo; =1; izzpov ä׳f izipo’J 11£~aßa(vs1, xal סד u.3v £i1k1~qv <7.37־7.7 ׳. avv 71387^0v 333 03 »ד ״ -ידu.xp03^3v 30J57׳UL3V7 7[ tJLV7'll7j G'.«CpüX7“Sl * 3L»73־)־l 03 CU.'{OZZpCi '/{ O'.CiVOtOL ZO 3ד ai30^/'{׳V X«! TO 7י0ד30ל11.0[ץע.ק. Diese Bemerkung wird dann weiter auf die Bewegung und andere Arten der Wahrnehmung ausgedehnt, bei deren Zustandekommen die und oiavoi« mitwirken müssen. 80) מצייד. Zur Orientierung sei zunächst im allgemeinen bemerkt, dass dieses Vermögen der (DOLvzadv. bei Aristoteles entspricht. Die Vorstellung unterscheidet sich von der Wahrnehmung 428a 6: 0n39־r43tc u.3v 7.0ן r־.o׳. ouvau.1; yj 3>3317ןגן, olov 06 ts x7.1 opaai:, c07tv3T7.1 03 יד nou yqbzzipo'j b-apyo7י<סדס0ד ^סדל. olov 7ד sv ״י0^הד5;0£ד. Das Vorstellungsbild ist ein Ueberbleibsel des Wahrnehmungsbildes 461b 21: bz6\z1\uyj. töü sv T(j 3v3p־f3(a a3.׳ö7;acaoc, oder: die Vorstellung eine schwache Wahrnehmung 1314a 23: 73387j3r; 739-377?1ד;::. Das Reproduktionsvermögenrist von dem Wahrnehmungsvermögen durchaus nicht verschieden, sondern die reproduzierte Vorstellung ist eine Nachwirkung der Wahrnehmung 459a 15: ndi 33t1 1x3v סד a׳jzb 7.1 10דa97־]T1xq> 03 סד י07/^ד7.3ד7.7פ> סד sivat &77י>.//יד73ד> xal aialhr^ixtp 307<׳3ד. Vgl. zum Ganzen Ziaja, Die aristotelische Lehre vom Gedächtnis und von der Assoziation der Vorstellung, G.-Pr. Leobschütz 1879, Anhang. Ebenso ist die <pav־aata von der u.v7;p] lediglich durch das Beziehen des Vorstellungsbildes auf den durch dasselbe repräsentierten Gegenstand verschieden 450a 22, vgl. Ziaja das., p. 5. Freudenthal, Ueber den Begriff des Wortes rf7v7'׳7.3־. bei Aristoteles, Göttingen 1863, p. 35. Von den Denkprodukten gibt es nur insofern eine Erinnerung, als sie notwendig von einem Phantasiebilde begleitet werden und dieses Phantasiebild vom Gedächtnis aufbewahrt wird, Freudenthal das., S. 33, nach Aristoteles 450a 23. Schon aus diesen Bemerkungen kann man ersehen, wie sehr die komplizierte Lehre der arabischen Philosophen von der wirklichen Meinung des Aristoteles abweicht. 81) Em. r., ibid.: עוד היד. מהסד הבורא ששם לבעל חיים כח פנימי שני בי רשמי המוחשים אחר העלמם מן החוש והוא יקרא המצייר ובד [H. יזכור [ישמור. Vgl. weiter unten die Bezeichnung: שומר הצורות הנעלמות ואוצר החושים. 82) Em. r., ibid.: ואין זה הבה אותו הראשון וכד, vgl. die oben, s. 240, A. 71, von Ibn Sina mitgeteilte Meinungsverschiedenheit über diesen Punkt zwischen den Aerzten und den Philosophen. Ibn Sina selbst schwankt in seiner Darstellung, ZDMG., S. 359, setzt er und gleich, ebenso das., S. 352, »yül hingegen bei Sahrastani, S. 416: