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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 36

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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244 betont wird, nämlich die Aufgabe, die Wahrnehmungen der verschiedenen Sinne mit einander zu vergleichen und von einander zu unterscheiden. Andere Punkte die von Aristoteles im Zusammenhange mit der Lehre vom Gemeinsinn besprochen werden, werden von Ibn Daud nicht berührt.78) Auch eine Eigentümlichkeit, auf welche die arabischen Aristoteliker hinweisen, wird von Ibn Daud nicht erwähnt.79) ׳'s) Im Anschluss an Aristoteles, De anima III, c. 2, wo die Lehre vom Gemeinsinn zuerst erwähnt wird, behauptet Duran 69a, dass es der Gemeinsinn ist, von welchem im eigentlichen Sinne die sogenannten xoivd erkannt werden, das sind die Qualitäten, welche durch mehr als einen Sinn wahrgenommen werden, wie Bewegung, Gestalt, Zahl usw. Ferner gibt der Gemeinsinn die Selbstwahrnehmung, d. h. das Bewusstsein davon, dass wir wahrnehmen. In letzterer Be- Ziehung kommt noch besonders Aristoteles, De somno 455a 12 in Betracht, vgl. Essen, Das zweite Buch der aristotelischen Schrift über die Seele, Jena 1894, S. 82. Nach Al-Farabi, Philosoph. Abh., S. 75, steht der Gemeinsinn auf der Grenze zwischen den äusseren und inneren Sinnen und findet bei ihm erst die Wahrnehmung im eigentlichen Sinne statt: 2JU; Q-bLd! q-o <3 ob L^o N.Lp'jtilo (?) j | ä.jL״o J^151י 1נ נב 79) In den Schlussworten der in der vorigen Anm. zitierten Stelle aus Al-Farabi wird der Gemeinsinn von einem Gesichtspunkte beleuchtet, der bei Aristoteles noch nicht zur Sprache kommt. Ausführlicher handelt darüber Ibn Sina, indem er die Frage aufwirft, wie es komme, dass wir den fallenden Regentropfen als gerade Linie, oder einen schnell im Kreise sich bewegenden Punkt, als Kreis sehen, Isarat, S. 123: xia&Jlj L Üx> JjLÜl JaäJI J •i l m Lb־L öjoIjnJI Jolft4.il IGj-fcO L4.il j^2-dl Dl ^jlj j I J O31 CS*? ^*5 *3 'sh.ä.jJlS' ^.OJC**4JI JjLül Jolft4״b j.AbL5^JI ^La£^5| ^AVO^I Irf* ^|^צ «^4.>j>ü* HJ>s^Ljv.4iL5" jaLaJI ^C^yJ 14 J| jAOaJI J0.*i djCAJti ä^aaxJ| Joü JdU Jäftr>ö yi vJjOtc* vo׳’Lwwj״**Ä*Jf Genau genommen handelt es sich hier um eine Erscheinung des zweiten Vermögens, welches die Eindrücke bewahrt, aber Al-Farabi und Ibn Sina sprechen davon im Zusammenhänge mit dem Gemeinsinn, offenbar weil es sich um eine Eigentümlichkeit im Augenblicke der Wahrnehmung selbst handelt, weshalb wir ihrer Darstellung folgen. Dasselbe gilt im Grunde genommen auch von der Vertretung des einen Sinnes durch den anderen, wovon Ibn Daud redet, da auch hier die Existenz des zweiten Vermögens zur Erklärung mit herangezogen wird. Im übrigen wird der von Al-Farabi und Ibn Sina erörterte Punkt von Nemesius, De nat, h., c. 7, S. 184, berührt, indem er im allgemeinen bemerkt, dass nicht eine blosse Wahrnehmung da vorliege, wo der wahrgenommene Gegenstand nicht mit

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