Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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…/2720904-2721015--34-2725674- Visual Library
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243 Mittelpunkte sind wir imstande, mit Hilfe eines Sinnes zu urteilen über das, was eigentlich Objekt der Beurteilung eines anderen Sinnes ist. So assoziiert sich mit einer Gesichtswahrnehmung ein Geschmacksurteil, und wenn wir beispielsweise eine Speise sehen, erkennen wir, dass es die Speise ist, welche bitter oder süss ist. Demnach urteilt gleichsam das Auge über süss und bitter, obgleich dies Sache des Geschmacks ist, lediglich weil mit der Gesichtswahrnehmung sich ein früheres Geschmacksurteil verbindet. Ohne diese Vereinigung der verschiedenen Sinne im Gemeinsinn wäre eine solche Vertretung des einen Sinnes durch den anderen nicht möglich, und wir müssten beispielsweise in jedem einzelnen Falle erst durch den Geschmack erproben, ob etwas für uns zuträglieh oder schädlich ist, was häufig mit Nachteilen und mit Gefährdung unserer Gesundheit verbunden wäre.76) Auch dem Tiere ist der Gemeinsinn eigen, es eilt zum Futter, weil mit dem Aussehen ein Geschmacksurteil bei ihm verknüpft ist, nicht aber zum Sande. Ebenso fürchtet es die aufgehobene Peitsche, weil es sich beim Sehen der früheren Schläge erinnert77) Wie aus unserer Dar- Stellung erhellt, beschränkt‘ sich Ibn Daud darauf, nur eine Funktion des Gemeinsinns hervorzuheben, die auch von Aristoteles besonders הקדם היוצאים ממנה וכר כן שרש כל ההרגשות במח ומשם יצאו ושם ישובו, Duran 63a: וזה יהיה בדמיון המרבו שהוא אחד מצד שהוא נל,ודה וכי. A1-FaraM vergleicht den Gemeinsinn einem König, dem die fünf Sinne als Diener beigegeben sind, Muster- Staat, ed. Dieter., S. 35, Z. 13: ^Xj! [nämlich die fünf Sinne] ״J) ÖcXP 30>h Jo Jf 'גא S. 353, Z. 13 tyJf :Ml wXj ,30 La Ebenso Ibn Sina, ZDMG.. c.־*כ4! - ׳׳■ womit Landauer S. 361. A. 14, mx yiopav :okXol!uv 01 ärfiik'K0י>' f tNXf :■> I Themistius, De anima 85 b vergleicht Ufj'/QVZOZ OS ד■ ßo.aiLsuiC T^V U.tOV * Öl x.ptvcov, o׳jio> ׳Mx £v־cEö־a izokka <jlsv ~v. »xrjvyov-a 00׳|־<zv׳z. sv os סד ~zo\ rctv“t«v aro^a1vo;1svov. An Al-Farabi schliesst sich an Josef Ibn Aknin in מוסר ‘C, S. 47: ואלו ההמש משמשין לכח שבלב המאסף חמשת הרגשות הללו וכר להידיסו כל פקיד .מהם מאורעות שאדמו בפאתו ובד יודע המלך שהוא הלב דברי ממלכתו ומאורעיה 0ז) Em. r., ibid.: והיה לו בעבור זה שישפוט בחוש אחד משפנו בבר היה נמסר הירוקה מחוץ הלבנה [H. אל חוש אחד ובר בו ישפוט האדם שזאת המיגה הנראות [הנראית הצהיב וכר וכן תשפוט בשזה האיש הלבן היא [H. בפנים היא להם וכי, ושזה המין [המיץ המנגן מרב הקול וכר. Ganz dieselbe Darstellung bei Ibn Sin״, ZDMG.. S. X>$, und bei Al-Gazzali, Tahafut, p. 73. Das seltenere Beispiel vorn מנגן in שער השמים,. Warschau 1875, 73a. Em. r. ibid.: ובבר נמצא החמור כשירעב ובד ויברח מן השוט המורם וכר.