Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
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…/2720904-2721015--33-2725673- Visual Library
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242 zügen auf Galen zurückgeht, weshalb denn auch in der älteren Form dieser Lehre, das Vermögen, von dem soeben die Rede war, keine Stelle finden konnte. Erst hinterher suchte man die Galenische Lehre mit Aristotelischen Ansichten zu vereinigen, wodurch man in Wirklichkeit ganz unvereinbare Ansichten gewaltsam mit einander in Verbindung brachte. Denn auch da, wo Aristoteles und Galen sich derselben Bezeichnung bedienen und scheinbar dasselbe sagen, meinen sie in Wirklichkeit etwas Verschiedenes. Die Erkenntnis, dass in der Lehre von den inneren Sinnen bei den Arabern heterogene Ansichten zusammengeflossen sind, wird uns einen Schlüssel zum richtigen Verständnis dieser Lehre bieten und zur Lösung mancher Schwierigkeiten beitragen, die sich uns im Laufe unserer Darstellung von den einzelnen Sinnen ergeben werden. Ausserdem aber müssen wir hier schon auf einen Punkt von besonderer Wichtigkeit hinweisen, der später noch näher erörtert werden wird. Neben der Lehre von den inneren Sinnen, die nach unserer Auseinandersetzung einer kritiklosen Vereinigung von Aristotelischen und Galenischen Ansichten ihre Entstehung verdankt, und der wir gewöhnlich in den Schriften der jüdischen und arabischen Philosophen begegnen, gab es eine andere gleichnamige Lehre, die ihrem Ursprung und ihrem Wesen nach mit jener ersten nichts gemein hat. Die Tatsache scheint auf den ersten •Blick befremdend, es erscheint auffällig, dass zwei Richtungen neben einander bestanden haben sollen, die trotz der Gemeinsamkeit des Namens völlig von einander unabhängig sind. Gleichwohl bedeutet der Gegensatz von äusseren und inneren Sinnen in beiden Richtungen etwas ganz anderes. Nach diesen Vorbemerkungen wenden wir uns der Lehre Ihn Dauds zu. 1. Der Gemeinsinn•74) Er ist gleichsam die Wurzel, von welcher die äusseren Sinne ausgehen und dem sie ihre Wahrnehmungen mitteilen.75) Durch diese Vereinigung in einem החוש המשותף (*ז, xotvyj ataörpis, von Isaak Israeli, ם' היסודות, s. 53, a. 3, auch חוש אמצעי und המרגיש הכללי, von isaak- Latif, Kcrem Chemed, Bd. 9. S. 157, ההרנש הרוחני הכולל genannt. היה מאת השם ית׳ ששם לאלה; החושים החמשה שרש ממנו(5ז [h. ad. אחר [כן מושגיהם [richtiger יצאו ואליו יבואו [יביאו. Zur Bezeichnung שרש vgl. Plotin IV, 7, 6, der das, was Aristoteles Gemeinsinn nennt, mit dem Mittelpunkte im Kreise vergleicht. Ebenso Themistius, p. 159: exsivo av \wl1Xw suKo'^oTcpov ÜT:07,ot|j.ßavo1 ioizsvai t^v o'jvcouv -rp Gta97j1־zyjV <ןןו.<י)־1דכ, »jia/j.ov 03 to> zsvt'xo toü wjyXot>. Dem entspricht רוח ח ן, c. 2: באשד הנקודה אשר האמצע העגולה הוא השרש לכל