Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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236 Erz. Denn die Glätte bewirkt, dass die Luft mit einen! Male bewegt wird und verstärkt dadurch den Schall, während die Unebenheit die Bewegung verlangsamt. Ebenso bewirken die hohlen Körper eine Vervielfältigung des Schalles, indem sie ein Entweichen der Luft verhindern, ähnlich wie auch das Echo, wenn der Rufende in einem gewölbten Raume oder zwischen hohen Bergen sich befindet, dadurch entsteht, dass der Schall zurückgeworfen wird.59) * Der Gesichtssinn hat seinen Sitz in dem psychischen Pneuma, welches, von den beiden vorderen Gehirnventrikeln ausgeht, durch das erste hohle Nervenpaar sich bis zur Kristallinse fortpflanzt, wo die Farben der Dinge sich abspiegeln.60) Nur indirekt werden durch 59) Em. r., ibid.: לא כמו הנוצה והספוג או התם; וכד ואמנם הקול בבח לגשמים הקשים ואס היו עם זח חלקלקים דקים ובד. vgl. Aristoteles 419 b, 6 ff., Ibn Sina, ZDMG., S. 355. Ueber das Wort טגנהאראת vgl. Kaufmann a. a. O., S. 132, A. 6, und Steinschneider, Hebr. Ucbers., S. 371, A. 28. 60) Em. r., ibid.: הראות והוא השגה הבה אשד בחלק המוקדם מן הרוח הנפשי,־ אשר בשני בטנים המוקדמים 'מבטני המוח הבא בלחות הבפוריי בזוג הראשון החלול מזוגי עצבי המוח למה שישקע מלחות הבפוריי מצבעי הגשמים הנראים. Es ist לחית הבפוריי gleich bei Ali ibn Abbas, De Koning a. a. O.־, S. 302, und das weiter unten zu erwähnende ליה*ת הלבוניית ist gleich der daselbst von Al־Razi, S. 50, genannten N£*22aaJI Vgl. die griechischen und arabischen Namen für die verschiedenen Teile des Auges bei Landauer, ZDMG., S. 392, A. 3, und Kaufmann a. a. O., S. 96 ff. Was die Bezeichnung der Sehnerven als ■erstes Nervenpaar betrifft, vgl. die verschiedene Zählung der Nerven bei Galen, Simon a. a. O. I, S. 237. Das hier als erstes bezeichnetes Nervenpaar entspricht dem zweiten bei den Neueren. Der Irrtum von der Hohlheit des Sehnerven rührt von Galen her, vgl. Kaufmann a. a. O., S. 99, A. 26. Auf den Streit zwischen Plato und Gaienus einerseits, welche den Sehakt durch Strahlen vermittelt sein lassen, welche vom Auge ausgehen, und Aristoteles andererseits, welcher dies verneint, lässt sich Ibn Daud gar nicht ein. Stillschweigend scheint er sich Aristoteles anzuschliessen. Zu der Literatur bei Kaufmann a. a. O., S. 108, ist noch besonders Al-Farabi, Philosophische Abhandl., S. 13. der über diesen Differenzpunkt sehr eingehend handelt, hinzuzufiigen. Nach dieser Abhandlung scheint uns die auf Albertus Magnus sich stützende Angäbe Kaufmanns, Al-Farabi hätte sich für Aristoteles entschieden, höchst zweifelhaft. In dem Beweise, den Ibn Sina u. a. gegen die Ansicht Galens, ZDMG., S. 354 vorführt: *L*JI Lc ist offenbar ein Fehler, und es muss statt heissen. Als Konsequenz aus der Galenischen Ansicht schien sich zu ergeben, dass eine Hebung der Sehkraft jedes einzelnen eintreten müsste, wenn mehrere beisammen sind, und die Anhänger Galens trugen kein Bedenken zu behaupten, dass es in der Tat sich so verhalte. David b. Zimra, Gutachten III, N. 446: ובן ראיתי שכתבי בעלי הטבע גם בראות ב־ הרבים יראו הדבר למרחוק ובהפי־דם לא יראוהו, Vg1. die von Kaufmann a. a. O., S. 109, A. 43 aus שער השמים angeführte Stelle. — Ueber ,רוח נפש vgl. oben S. 128, A. 108, die von Munk, Guide I, S. 355, A. 1, aus Maimunis Send-