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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 27

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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…/2720904-2721015--26-2725666
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235 Das Gehör ist derjenige Sinn, von welchem der Mensch den grössten Nutzen empfängt, weil es den geistigen Verkehr vermittelt und dem einen verdolmetscht, was in der Seele des anderen vorgeht.55) Was auf diesen Sinn einwirkt, das ist die Lufterschütterung, dje durch Aufeinanderschlagen zweier Körper hervorgebracht wird, und was den Eindruck empfängt, das ist der im Innern des Ohres nahe am äusseren Gehörgan״ ausgebreitete Nerv.56) Wenn durch das Aufeinanderschlagen zweier Körper die Luft in Wellenbewegung gerät, wird auch die Luft im Ohr bewegt, und der erwähnte Nerv empfängt davon den Eindruck.57) Es ist nun das Gehör, bevor es sich betätigt, potentiell hörend, ebenso wie die Körper, bevor sie aneinander geschlagen werden, potentiell tönend sind.58) Es sind aber nicht alle Körper tönend, sondern nur die harten, besonders die glatten und dünnen, wie gewisse hohle Musikinstrumente aus 55) Em. r., ibid.: והבעל חיים המדבר בפריט יקבל הועלת בזה החוש היותר גדול [H. שבתועלות [שבתועלת. Ebenso Ibn Sina, ZDMG., S. 352: sjLuJI SyäJj .^j qI^äSI ylid ^b Kjt/iLwJ) F*2} l>Iäj VwäLLäJI Vgl. die oben S. 138, A. 141, aus Aristoteles, de sensu 437a 3 angeführte Stelle. 56) Em. 1\, s. 28: והפועל לזה החוש הוא מה שיתחדש באויר אצל הגמר הבאת המכה למיכה והמתפעל ממנו הוא העצב השטוח בקצה פנימיות האוזן הנקרא בערבי סמאך. Vgl. weiter unten Em. r., S. 30: קב האיזל הנקי״א טמאך:. Hinsichtlich des Gehörnervs stimmt Ibn Daud mit Galen überein, vgl. Kaufmann, S. 123, A. 3. םמ\.ך soll dem äusseren Gehörgang entsprechen, vgl. Al-Razi bei De Koning a. a. O., S. 52 und die von Kaufmann, S. 122, A. 2, zitierten Stellen. 57) Em. r., ibid.: וזה העצב עליו מופקד באזנים מחיבר באויר המקיף בגשם האויר [h. ad. ובאשר יתמדגג האייר בגמר ההבאה בין המכה והמוכה יתמוגג גם [בן המניע אשר באזנים והרגיש העצב השטוח על הסמאך בהתמוגגי [H. באייר] Die Stelle ist korrumpiert, und worin die Verbesserung Kaufmanns, S. 126, A. 9, bestehen soll, ist mir nicht klar. Er streicht באזנים nach מופקד, liest באויר statt האייר (wie EI.), und übersetzt: ״Dieser mit dem Eindruck betraute Nerv steht nämlich mit der den Körper umgebenden Luft in Verbindung und .... gerät durch die anlangende Luft auch der [Luft]Inhalt des Ohres in Bewegung.“ Diese Uebersetzung ist aus Gründen, die ich nicht erst weitläufig auseinandersetzen will, unmöglich. Es ist wahrscheinlich vor מופקד das Wort אויר ausgefallen: über dem Nerv ist Luft aufbewahrt in dem Ohre, vgl. Ibn Sina, ZDMG., S. 355, äJI ^(ygil, und Sahr. 415. Im übrigen ist der gedruckte T§xt beizubehalten und המגיע, wofür Motot החונה hat, bedeutet eben die im Ohre ruhende Luft. Wahrscheinlich ist המגיע ungeschickte Uebersetzung von D6r im Gehörgang eingeschlossenen Luft wird bereits von Aristoteles eine besondere Bedeutung für das Zustandekommen des Gehörs zugeschrieben, 420a 9: 6 03 sv toi; a)3iv ipcrrojzoootr/jTca usw., vgl. 656b 15. 58) Em. r., ibid.: ה־ה זה ההרנש בעל קיל ב=ח וכד, Vg1. Aristoteles 419b 4 und 426a 6.

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