Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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…/2720904-2721015--16-2725656- Visual Library
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225 wird dann anderwärts von ihm mit einer anderen Trichotomie der Seele verglichen, welche mehr von einem ethischen Gesichtspunkte aus das Verhältnis der verschiedenen Seelenvermögen zu einander bestimmt. Es steht demnach das vegetative Vermögen in einem gewissen Verhältnis zu dem in der anderen Einteilung sogenannten Begehrungsvermögen, weil das vegetative Vermögen auf Ernährung, Wachstum und Fortpflanzung sich erstreckt und der von seinen Begierden beherrschte Mensch vorzugsweise dem Essen und Trinken und der Geschlechtsliebe ergeben ist. Ebenso entspricht das animalische Vermögen, welches Wahrnehmung und willkürliche Bewegung und infolgedessen auch die Abwehr des Schädlichen und das Streben nach dem Angenehmen, wie auch gewisse Affekte: Grausamkeit, Rachsucht und andere, in sich begreift, dem sogenannten Zornmut, weil von dessen Stärke oder Schwäche die genannten Seelenzustände abhängen. Die rationale Seele endlich hat die Aufgäbe, diese beiden Vermögen zu beherrschen und von beiden Extremen, sowohl nach der Seite des Zuviel als auch des Zuwenig, fernzuhalten.30) Wegen dieses höchsten Seelenvermögens erscheint tiger durch vitale Vermögen zu übersetzen. Vgl. auch More III, 12: אלקוי בלהא אלטביעיד. ראלכפסאניה ואלחיואדדז und More III, 46. An den oben angeführten Stellen jedoch, wo er den Gegenstand nicht bloss gelegentlich berührt, unterscheidet M. ,זן מדגיש מדמה) אלגאדי ואלחאם ואלמתב־ל ואלנזועי ראלנאטד מתעורר מרבד) und weicht hierin von Aristoteles ab, der gegen die Platonische Einteilung polemisierend (432a 24 und 433a 31) selber als fünf Hauptvermögen . 414a 31 aufführt: Dpsicuxov, aia9־YjT׳y.ov, opsxTixov, xivYjxixov y.a-r} -j-jj'k v.avv/p.xöv, Die Bemerkung Scheyers, Das psychologische System des Maintonides, p. 11, A. 3. ’der Umstand, dass die Fähigkeit der örtlichen Bewegung nicht allen Tieren zukomme, habe vielleicht M. veranlasst, die Bewegung nicht besonders zu zählen, ist ganz verkehrt, denn dies wäre eher ein Grund für das Gegenteil gewesen. Der Umstand, dass nach der Ansicht der arabischen Aristoteliker im Gegensätze zur Meinung des Aristoteles mit der Wahrnehmung immer die Fähigkeit der Bewegung verbunden sei (vgl. Ibn Sina, ZDMG., S. 351) hat vielleicht Maimuni bestimmt, die Bewegung nicht besonders zu zählen und dafür die Phantasie einzusetzen, die vielen Tieren nicht eigen sein soll und die ausserdem als schöpferisches Vermögen bei den arabischen Aristotelikern eine Bedeutung gewinnt, die sie bei Aristoteles noch nicht hat. Vgl. auch Rosin, Die Ethik des Maimonides, S. 47, A. 4. 30) Em. r., s. 98: שנפש האנושית במו שהיא בעלת שלשה כהות ראשונים גדולים ובד בן אבות המעלות והחסרונות שלש וזה ב• הכה הצומח וכד נתיחם אל התאדה ובו [H. והבה החיוני לפי שהוא נותן החיש והתנועה הרצונית וכד נקרא כעסוני [כעסני בד אמנם הכה המדבר\ Auch Maimuni kennt die Platonische Trichotomie, More ui, 46: ומן חטליל גירי אן קאל אן אצור מא טנד אלשהיה אלתי מעדנהא אלבבד הו אללהם ואיור מא טנד אלקוה אלחיואניה אלתי מטדנהא אלקלב הו אלכמר וברילך