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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 16

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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224 Kapitel 2. Die Seele in ihrer dreifachen Abstufung. Die Tatsache, dass nicht sämtliche Seelenfunktionen in jeder Klasse der organischen Wesen vereinigt sind, bietet sich uns als erstes Teilungsprinzip dar, um zunächst drei Arten von Seelenvermögen zu unterscheiden. Es sind die vegetativen, animalischen und menschlichen. Die vegetativen umfassen die Ernährung, das Wachstum und die Fortpflanzung, die animalischen oder physischen die äusseren und inneren Wahrnehmungen und die Bewegung, die menschlichen diejenigen theoretischen und praktischen Fähigkeiten, durch die sich der Mensch von allen anderen Wesen unterscheidet. Diese Einteilung, sagt Ibn Daud scheint bei unbefangener Prüfung richtiger und sachgemässer zu sein, als die in unseren Tagen übliche,, namentlich die der Aerzte, welche die animalischen Kräfte von den physischen scheiden.29) Die hier von I. D. angenommene Dreiteilung 29) Em. r., ibid.: דנהלקהו בחלוקה ראשונה לשלשה סוגים והם סוג הבחות הצמחיות וסוג הכהות החיוניות וסוג הכהות האנושיות וכר והנפשיות או החיוניות וכר רואת החלוקה וכר ימצאנה מוכה מן החלוקה אשר פשט מנהג רוב מן המחלקים וכל שכן הרופאים שיקראו שמות כאשר ישימו הכהות החיוניות לבדנה והכהות הנפשיות לבדנה. Mit כחלוקה ראשונה ist bei Ibn Sina, ZDMG., S. 344, zu vergleichen. Der Terminologie entspricht bei Al-Gazzali, Tahafut, S. 72: ,jjjÄft Für die dritte Klasse gebraucht Ibn Sina a. a. O. die Be- Zeichnung KJLjLaj! SjÜjI, ebenso wie Ibn Daud selber später כה המדבר dafür gebraucht. Die Schlussworte scheinen korrumpiert zu sein, vielleicht ist für שיקראום נפעדת — שיקראו שמוח zu lesen, und Ibn Daud Würde demnach tadeln, dass sie drei Seelen im Menschen angenommen haben, — ein Punkt, auf den er später zurückkommt. Hier aber nimmt er vor allem Anstoss an ihrer Trennung von חיוניות und נפשיות. Gemeint ist offenbar die von M., Acht Kapitel, Kap. 1 angeführte Ansicht: אעלם אן נפש אלאנסאן כפם ואהדה ולהא אפאע־ל כתירה מבתלפה קד תש«* בטיץ תלך אלאפאמיל א:פם פ־טין בדילך אן ללאנסאן אנפם כתירה שמא יטן אלאטבא חתי יצדר רייסהם אן אלאנפם תלת טביעיה וח־ואניה וכפשאניה Was nun die Bezeichnung der untersten Seelenstufe als טבעית betrifft, so geht sie auf die Ansicht zurück, dass die vegetativen Funktionen bei den Pflanzen noch nicht der Seele, sondern der Natur (cp׳J31;) zuzuweisen sind, vgl. oben S. 117, A. 82 u. w. u. Wichtiger aber ist für uns der Unterschied zwischen חיונית und נפשית, gegen den offenbar der Tadel Ibn Dauds gerichtet ist. Darüber gibt nun Aufschluss Nemesius, De nat. hom. 626 (ed. Matthaei, S. 249): A1«1p0ü31 03 7.0.i vXkmz, y.vrJj. Ctbov ouv«»j.si;, zaz u3v >.3׳6 1בע׳0ןj'/y/s).z* 77; 03 ׳ouat 77;, zaz 03 -0)Z':/s/.z. ioyy/Az u.3v, zaz y.arJj. ‘rpoaipsoiv . 77 03 ־/77י003׳ t C0JT177; ׳:de; dbcpoociprcou;,. und zwar gehören demnach zu 6's/yml die Wahrnehmung, Ortsveränderung, Sprache und Atmung, zu Corax«׳ die Pulsation (3<1177ןץטשJ) und zu cpu3t77t die vegetativen Funktionen. Demnach wäre ח־וניות in der Einteilung der Aerzte rieh-

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