Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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223 wirkendes Prinzip hinzu, das in den Pflanzen und Tieren wie ein Teil enthalten ist und ihnen die Wesenheit verleiht, da sie nur solange bleiben, was sie sind, solange als jenes Prinzip in ihnen wirksam ist. Pflanzen und Tiere aber sind Substanzen, folglich auch jenes Prinzip, das wir Seele nennen, da nach einer anderwärts gegebenen Begriffsbestimmung dasjenige, was in einer Substanz als Teil enthalten ist, selber Substanz ist.2r') Da jedoch Substanz in vierfacher Bedeutung gebraucht wird,26) von der Materie, der Form, der Zusammensetzung beider und den separaten Intelligenzen, die mit dem Körper in keinem Zusammenhänge stehen, so bleibt noch zu bestimmen, in welchem Sinne die Seele Substanz ist. Die Seele gehört nun wegen ihrer Verbindung mit dem Körper jedenfalls nicht zur letztgenannten Klasse der intelligiblen Substanzen, ebenso wurde früher bereits erwiesen, dass sie nicht ein Körper ist, und um so viel weniger noch ist es denkbar, dass sie Substanz im Sinne der Materie sei, da die Materie passives, die Seele aber aktives Prinzip ist, das den Körper gestaltet und formt.27) Mithin bleibt nur übrig, dass die Seele Substanz sei als Form, und sie ist zugleich bewegendes Prinzip und Zweckursache, da der Körper um der Seele willen da ist.28) und contra das Gleichgewicht halten. Mit dem Gedanken ist die Darstellung der griechischen Aristoteleskommentatoren zu vergleichen, welche zur Erläuterung des Verhältnisses von Leib und Seele die verschiedenen Arten der Zusammensetzung durchgehen. Alexander, De anima, S. 11: sz tivcov 03 s!v«! ~1 t.i^zzoi :qz01 ü>; ix •jL£(iüJv atoCouivcov iv tco 0L<;> zal tgiootiüv, ziz, ä x«t 0ta״f*1־Ta1 ...'/] 0>־ zo xsxpauivov sx tiviov, 0)Z zo u3Xtxk07׳T0v . . . w; aXrjC zz 7.01 siooü;, vgl. das. S. 15. Ebenso Themistius, ed. Spengel II, S. 73. Die Vergleichung mit dem Siegelabdruck geht auf Aristoteles zurück, 412 b, 6: 010 v.ai 0־j 0£7 1־jt31v zi iv q 6uyv; 7m to 310003 ג׳־:זכנ0 ,»1ימ tqv xr,pov 7.01 to 3yyju.a, 25) Ibn Daud bezieht sich auf die von ihm Em. r., S. 4, gegebene Definition von Substanz und Accidenz. 2G) Vgl. Aristoteles 412 a 6 und 414a 14. Aristoteles sagt hier und sonst, dass das Wort 0üc5׳'« in dreifacher Bedeutung gebraucht wird. Die arabischen Aristoteliker fügen noch hinzu die Anwendung des Wortes auf die rein intelligiblen Formen. 27) Vgl. Aristoteles 412a 16 und 414a 17. 2s) Em. r., ibid.: והוא [והי־א .1] צורת הגשם והיא פועלת אותו והיא תכלית ג״ב [H. תכליתו]. Aristoteles 415 b, 7: 33T1 03 q tou Ciovtot 3o>uaT0^ «1t!« 7m. doy-q. zo/jzo. 03 ״oXLcr/ü); Xi^zzoi. öaotojc; 0י q 6uy7] 7.0.zd to־j; 0t(»k0tau3v0u; T^OTiO’j; Tp3I; ä'.zJ.rj. * 7/J.i y).p 01)3v 7] XlVY];1^ «,JTY], 7.01 Gü 3VSX«, 7m. C0C, q 0U3!« TüW i^'iaycuv a10a«0־jv q 6ן7ץט aizla.