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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 14

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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…/2720904-2721015--13-2725653
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222 behauptet und durch dessen Aufhebung sie samt dem Körper zerstört wird, ist nicht selbst Krasis, sondern etwas von ihr Verschiedenes, Selbständiges, das wir eben Seele nennen.23) Ueberdies ist im allgemeinen zu bemerken, dass es nur zwei Arten von Zusammensetzung gibt. Entweder es tritt von aussen etwas hinzu, wie z. B. beim Abdruck des Siegels im Ton, der eine Zusammensetzung von Erde und Wasser ist, oder es kommt zu den verbundenen Bestandteilen nichts von aussen hinzu. Bei Zusammensetzungen der letzteren Art sind nun zwei Fälle möglich, entweder die Gegensätze halten sich das Gleichgewicht, so dass in dem neuentstandenen Körper keine von den ursprünglichen Qualitäten zum Vorschein kommt, sondern eine Eigenschaft, welche zwischen den Extremen die Mitte hält, oder eines der Elemente hat das Uebergewicht und seine Eigenschaft erscheint, wenn auch geschwächt und gemildert, in dem Mischungsprodukt. Weder das Eine noch das Andere trifft auf die Krasis der Elemente im Pflanzen- und Tierkörper zu. Denn hier offenbaren sich Eigenschäften, welche in den einzelnen Kompenenten gar nicht vorhanden waren.24) Es tritt alsoi zur Zusammensetzung ein von aussen 23) Em. r., ibid.: שישאר נשמר וכד וזה הדבר [h. והמזג אין לו מטבע [מטבעו יפסד המזג והגשם אשר היה [H.איננו מזג אשר בהשארותו ישאר המזג בהעדרו [ובהעדרו נקראהו נפש [H. נושא לזה המזג והדבר אשר יפעל בי [זה. Dass in den letzten Worten מזג eine andere Bedeutung haben soll als sonst — Guttmann a. a. O., S. 70, A. 1 — sehen wir nicht ein, ebenso wie wir seine Auffassung des zweiten Arguments in den Worten Ibn Dauds nicht wiederfinden. Das Argument Ibn Dauds erinnert an den Gedanken, den Plotin immer wieder betont, dass die Seele als zusammenhaltendes Prinzip notwendig sei, weil der Körper seiner Natur nach auseinandergehe. Enn. IV, 2, 1: Tfi 7ö1wv 37.307317 .י033ש, IV, 7, 1: 10 u3v 07, 30; a 7. 7.77010 ׳ 3 0 Y X 3 tu.3 VO V 0013 7:707 100 X000)־ oovaittl U.3VSIV, 7j 13 713 5)7} 3 u; 607 X00U.3V0V 13 7.7׳ T^zoasvov . . . 7.7t >J.7'/.'.317 017V 6uyrt 7' <577 {0.7 7.010037 ,7.7׳p7} 10T; OY'/.Ot;, IV, 7, 3: pst Y7p, 7.73 ׳v dop?. 70100 rk <3031:, vgl. Pseudo ־ aristot. Theologie, S. 120: >-4a/c ^:1 0^6 und 128: Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass an der Stelle, wo Plotin die Krasislehre bekämpft, IV, 7, 8, dieses Argument nicht vorkommt. 24) Em. r., ibid.: ובכלל ההתמזגות אמנם הוא על שני מינים וכד הנה זה יחויב [H.וכד ויהי המזג לעולם ואמנם [אמנם [H.הפשטת וכד בגשם הנושא אותה [אותם [H.יחייב] [H. והעלמתם לגמרי וכד והוא עם זה נשאר [נשבר [H.אם המסת איכיות פשוטים [פשוטיו וכד. Die Widerlegung der Krasistheorie im letzten Absatz lehnt sich sachlich wie formell an Ibn Sina, ZDMG., S. 046, an. Der Ausdruck bei demselben, von Landauer, S. 382, durch Wechselseitigkeit, Reziporzität wiedergegeben, ist hier richtiger durch Gleichgewicht zu übersetzen. So ist er die Uebersetzung des griech. i3039ivs17 in der Lehre der Skeptiker, dass in jeder Frage sich die Gründe pro

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