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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 10

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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218 Definition eine Beschreibung von ihr nach einem gemeinsamen Merk״ mal zu geben. Ein solches finden wir in ihrem Verhältnis zum Körper, dem gegenüber sie das beherrschende Prinzip ist, und danach können wir sie als die Vollendung des Körpers bezeichnen. Indem wir die Art der Körper, zu denen die Seele in solcher Beziehung steht, noch näher bestimmen, werden wir in Uebereinstimmung mit Aristoteles von der Seele sagen, sie sei die Vollendung eines natürlichen organischen Körpers, oder, was auf dasselbe hinauskommt: eines potentiell lebenden Körpers.16) Nach dieser Erklärung und nach dem für die Existenz der Seele gefühlten Beweis gilt es die Frage zu erlediget!, ob die Seele in die Kategorie der Substanz oder des Accidenz gleichem Sinne zu, nicht dem einen in ursprünglichem, dem andern in abgeleiteter Weise, das sind die Synonyma IP^L***! Oder es findet ein solches Verhältnis statt, das sind die zweifelhaften iJUCäs^Jl *־t**^). Alfarabi stellt also Q.TJ* — C7Ü0 0uxvoiaz gegenüber und macht zu einer Unterabteilung der letzteren Klasse die Synonyma. Jede bestimmte Auffassung über die Bedeutung der einzelnen Termini fehlt bei den Neueren, vgl. Munk, Guide I, S. 6, A. 2, u. S. 228, A. 4; Kaufmann, Attributenlehre, S. 419, A. 88. Daher auch die unsichere Auffassung von More I, 56, vgl. Kaufmann a. a. O., S. 418 und Cohen, Moses ben Maimon I, S. 94 (Sammelband der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, Leipzig 1908). Mit Rücksicht darauf wird man die Digression entschuldigen. — Zu unserem Gegenstand zurückkehrend, bemerken wir noch, dass auch Ibn Sina, wie der Verf. von Ma‘ani al-Nafs, S. 23, berichtet, die Seele als Homomrm bezeichnete. Wenn daher bei unserem Autor der Ausdruck סוג w. u. . und bei Ibn Sina ZDMG., S. 345, der Ausdruck und vorkommt und ebenso Sahrastani II, 413 von ihm sagt, er habe die Seele als Gattung bezeichnet, die in drei Teile zerfalle so ist der Ausdruck offenbar nicht genau zu nehmen. Vgl. noch oben S. 175 A. 86 und weiter unten Kapitel 6, Anfang. 16) Em. r., s. 21: אך אנחנו נלך סובבים סביב רנגדרר אותר מצד מד. שקרה לו שינהיג הגשם ובד ואם נרצה נאמר שהוא שלמות לגשם טבעי בעל חיוה בכח הנה כבי־* גדרנו הנפש כפי מה שיגדרה [h. ad. [אחיי שהיסודות אינם בעלי חיות בכח הפילוסוף. Dass unter dem Philosophen Aristoteles und die bekannte Definition (de anima 412a 27: 016 ianv svisXeysia q zpojaco^.or:o«״ cpostxou ouvdast s'yovtos ״ toiouto 6s, 6 av opfavixöv) gemeint sei, ist selbstverständlich. Nur ן17»};ן:ד ist in der Definition weggelassen. Ob mit Absicht, weil man, wie wir von Philop. zur St. erfahren, gegen diese Bestimmung Ein wände erhoben hat, müssen wir dahingestellt sein lassen. Hinsichtlich der Gleichsetzung von ״organisch“ und ״potentiell lebend“ siehe oben S. 99, A. 43, und Alexander von Aphrodisias, De anima, S. 16, Z. 12. Vgl. auch Ibn Sina, ZDMG. 29, S. 346: 11X& ... Die Uebersetzung Landauers, S. 380: ״wenn wir wollen, fügen wir hinzu“ usw., entstellt den Sinn, denn Ibn Sina will eben nicht hinzufügen, sondern im Gegenteil sagen, dass beide Ausdrücke gleichbedeutend sind.

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