Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1911 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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216 Name gleichgültig, wenn man nur mit dem Namen die richtige Vorstellung von der Unkörperlichkeit der Seele verbindet.13) Eine streng begriffliche Definition von der Seele zu geben, bleibt uns jedoch versagt, da es eine eigentliche Definition nur von solchen Dingen gibt, die eine Gattung und einen Artenunter־ schied haben, was bei der Seele nicht der Fall ist,14) weil die Seele, 1/v öyar.'jor^ v/A t/jv 7.0.t06u׳:׳v 7.0X3־9;׳o׳ Vjyrjv. Plato, Kratylus 599, bringt neben dieser letzten Erklärung die Deutung, Ouyr] bezeichne soviel als zusammenhaltendes Prinzip: 70/au 3 apo av סד ovojac/ toOto ly01 ׳0 י)־דjvou3t za׳jzrr 7׳ cpoaiv 0/3701 .׳ iy31, *suziyrp irjywA'Cz'y. Vgl. oben S. 31 A. 54. 13) ibid. ואתה אש לא ישר בעיניך זה השם תשים לו איזה שש שתרצה בי אין קפידא אצלינו בשמיה. Die ganze Bemerkung gibt keinen rechten Sinn, wenn man sich nicht an den Zusammenhang erinnert, in dem sie zuerst ausgesprochen wurde. Es ist Plotin, welcher gegen die Stoiker bemerkt, dass sie wider ihren Willen gezwungen sind, ein unkörperliches Prinzip anzunehmen, wie sehr sie sich auch gegen den Ausdruck sträuben und anstatt von einem Immateriellen lieber von einem ryz7j\w. 77 m 3 3yov sprechen, wobei in dem Zusatz 77a>3 iyov selbst schon etwas Immaterielles zugestanden wird, vgl. oben S. 198 A. 39. Im übrigen ist אין קפידא אצלינו בשמות eine stehende Redensart und entspricht dem griechischen övoaoTtov 00031; ׳sftovo; bei Alexander v. Aphrodisias, Scripta minora, ed. J. Bruns, p. 183, Z. 17. Ausser den oben S. 98 erwähnten Stellen vgl. Al-Gazzali, Al- ’Iktisad, S. 43: und Kitab Al- Masa’il von ,Abu Rasid, S. 40: ^1***5ל) Nicht ohne Interesse ist die Bemerkung des Azarja dei Rossi, Meor enajim, ed. Cassel, S. 101, dass besonders Galen sehr häufig sich dieser Redensart bedient, und ein Einblick in Galen bestätigt die Richtigkeit dieser Bemerkung, vgl. opera omnia, ed. Kühn I, S. 105: 70.31; 03 0׳J03V G'.0/03pOU.390 77003 TO03 TO 0'70U.OT0. iJo.EXotTOVTO; USW., IV, S. 738 : T0 03 iyzoL3iv to 13 3T3p013 ovoa«3׳.v 007. 3770170). Besonders charakteristisch ist die Bemerkung in ״Sieben Bücher Anatomie des Galen“, ed. Simon, Leipzig 1906, I, s. 3/, z. 6: I 1 wjiJ 0L>JG*o a! y*} was S. 80, Z. 11, wiederholt wird. Vgl. daselbst I, S. L u. LIX. 14) Em.T., s. 21: בי אנחנו אמנם נגדור מה שיש לו סוג והבדל ואלו שני ענינים לא נשכילם לאותו אשר קראנוהו נפש. Dass die Seele keinen Artunterschied hat, ist nicht ein Grund für sich, sondern folgt eben daraus, dass die Seele kein Gattungsbegriff ist, vgl. s. 53: אשר בו יוכללו [h. בי ההבדל הוא הענין הבוללי [הכללי מין מן מין [H. יובדל]. Dass es von der Seele keine Definition gibt, behauptet auch Joh. Philop., der (de anima, ed. Ha}rduck, S. 36, Z. 23) zur Erörterung des Aristoteles (402 b 5), ob die Seelen eine gemeinsame Gattung haben, die Bemerkung macht, dass es von der Entscheidung dieser Frage abhänge, ob eine Definition der Seele möglich sei. In Wirklichkeit sei die Seele kein Gattungsbegriff, weil die verschiedenen Seelenstufen im Verhältnis des Früheren und Späteren (77po׳Tspov 7.01 0313p0v cp033t) zu einander stehen, die niedere Seelenstufe Vorbedingung für die nächstfolgende ist, dasjenige aber, das von Dingen, die in einem, solchen Verhältnis zu einander stehen, gemeinsam ausgesagt wird, nicht als