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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 7

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721015--06-2725646
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Kapitel 1. Existenz und Substantialität der Seele. Aus der Verschiedenheit, die wir in der Körperwelt wahrnehmen, schliessen wir auf die Existenz eines über die Körperlichkeit hinausgehenden seelischen Prinzips. Vergleichen wir nämlich vier so verschiedene Dinge, ׳wie einen Stein, einen Baum, ein Tier und einen Menschen, so finden wir, dass sie hinsichtlich der Körperlichkeit einander gleichkommen und doch in ihrem Verhalten sich sehr von einander unterscheiden. So ist den drei letztgenannten das Vermögen der Ernährung, des Wachstums und der Fortpflanzung gemeinsam, welches dem Stein abgeht. Während jedoch der Baum auf die genannten vegetativen Funktionen beschränkt bleibt, vereinigen Tier und Mensch mit denselben noch das Vermögen der Empfindung und Bewegung, der Vorstellung und Einbildung und andere Eigenschaften. Schliesslich kommt beim Menschen als unterscheidende Eigentümlichkeit noch die Fähigkeit des abstrakten Denkens, des künstlerischen Schaffens und des sittlichen Urteils hinzu. Daraus erkennen wir, dass in manchen Körpern ein von der Körperlichkeit verschiedenes Prinzip wirksam sein muss, welches die erwähnten Lebensäusserungen hervorbringt, weil, wenn diese aus der Natur des Körpers selber hervorgingen, alle Körper an ihnen gleichen Anteil haben müssten, ebenso wie sie hinsichtlich der Körperlichkeit einander gleich sind.11) Der hebräische Name Nefes kennzeichnet die Seele, insofern sie Ursache der Atmung und des Stoffwechsels ist.12) Doch ist der n) Em. r., s. 20: לפי שראינו האבן וכד דרך משל והאדם ייוחד מוסף וכד אלה הפועלות ויבינו הגשמים אשר הם אל וכד חלק ראובן. Lies mit h. [Ms. Halberstamm]: ייוחדו... הפעולות ... אשד הם בו.♦ ♦ האבן. 12) ibid. וקראנוהו אנחנו נפש מפני שהגשמים ינפשו בו אם בהתנשמות או בהחבה הנעלמת. Vgl. Aristoteles 405 b 26, wo wir erfahren, dass man in der Etymologie des Namens Aufschlüsse über das Wesen der Seele zu finden glaubte und je nach dem Standpunkte den Namen verschieden deutete: oto zai Tote ovouaaiv 0x0X09 ouvxs:;, 01 ijlsv “0 9spaov XrfovTS^, 001 1־a zooxo xal ~0 ~;qv 10vou.«a׳ סד 01 01 ,1»־ijtr/pov oia

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