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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 5

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721015--04-2725644
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213 für hinreichend, wenn wir uns in unserer Darstellung der Psychologie der jüdischen Aristoteliker auf Ihn Daud beschränken. Wie, bereits im Anfang bemerkt wurde,7) würde bei Maimuni besonders seine Lehre vom in Betracht kommen, die auch von seinen Nachfolgern, Gersonides und Kreskas, vorzugsweise behandelt wird.s) Hierfür eignet sich besser eine gesonderte Betrachtung über die Lehre vom bei Maimuni und seinen Nachfolgern. Hinsichtlich des kurzen Abrisses einer Psychologie in Cusari V, 12 genügt zu bemerken, dass derselbe nur ein Auszug aus der von Landauer in ZDMG. Bd. 29 abgedruckten Psychologie Ibn Sinas ist und auch nichts anderes sein will. Was schliesslich Isaak Israeli, den Zeitgenossen Saadias, betrifft, so ist er den Neuplatonikern beizuzählen, und wir werden ihn nur hie und da zur Vergleichung heranziehen, wie wir es bisher getan.9) Auf die Folgezeit scheint Ibn Daud keinen grossen Einfluss ausgeübt zu haben. Sein Name wird in jüdischen Kreisen selten genannt, und ausserhalb wird er wohl gar nicht bekannt gewesen sein.10) Wir heben noch kurz hervor, dass wir in unserer Darstellung der Lehre von den inneren Sinnen besondere Aufmerksamkeit schenken, wobei wir im Anschluss an Ibn Daud auch die einschlägigen Aeusserungen der anderen jüdischen Religionsphilosophen berücksichtigen. Doch mussten wir uns auch hier gewisse Grenzen setzen, und manches, was sich in den Rahmen der Ausführungen ד) Vgl. oben Vorrede, S. VI. 8) Scheyers Buch, Das psychologische System des Maimonides, Frankfurt a. M. 1845, handelt hauptsächlich vom voüc. Nach unserer Meinung bedarf seine Darstellung vielfach der Berichtigung, doch können wir hier natürlich nicht darauf eingehen. 9) Israeli steht ganz auf dem Boden des Neuplatonismus, und wir gehen darin noch weiter als Guttmann, Die philosophischen Lehren des Isaak b. S. Israeli, S. 5. Bei dem Umstande, dass der Aristotelismus der Araber und Juden im Mittelalter sehr stark neuplatonisch gefärbt ist, ist es oft schwer, zwischen Aristotelismus und Neuplatonismus die Grenze zu ziehen. Zuweilen aber lässt es sich schon durch änssere Kriterien erkennen, mit welcher Richtung man es zu tun hat. Ein solches Kriterium gibt Josef Del Medigo in 16 נובלות חכמה,b an: ודע שמה שיקראו המשאיים שכל היולני יקראו האפלמוניים נפש ומה שיקראו המשאייים שכל הפועל יקראו הם שכל כתם. Soweit ich sehen kann, wird man die Regel bestätigt finden, da wo die Aristoteliker vom שכל הפועל, sprechen die Neuplatoniker vom שכל. Und auch Israeli redet beispielsweise in ם״ היסודות, S. 52 u. 58 vom שבל in einem Falle, in welchem die Aristoteliker unbedingt den שכל הפועל setzen würden. 10) Die von Steinschneider, Hebr. Uebcrs., S. 18, A. 122 c, ausgesprochene Vermutung einer Benutzung von Em. r. durch Duran ist unbegründet, vgl. w. u. -S. 230, A. 42.

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