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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1910-01-01 · 1910 · page 57

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1910
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 57)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721019--56-2725572
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LXXVIII worden. Datzumal hat jme gedachte schkarrin, wie, wo vnd wann sich anfengclich die sach zwischen jr vnnd jm erhabenn, auch was er jr zu belonung gebenn vermeidet, des aber der Jud gar nit, vil weniger das er sie seine lebenlange gekanth, datzumal gestendig gewest, sonnder hat entlieh der sach allenthalben gelaugent vnnd sich zw nicht jnn der gut bekennen wöllenn. Damit man nun zum grund der Sachen von dem juden glaubwirdig äntzaigen bekomen vnd sich ferner gegen jm neben der billicheit zuuerhalten genugsam vrsach gehaben mögn, jst er mit der scherpff erstlich bedroet vnnd volgends, weil er je auff seinem laugnen bestanden, zimblicher weiß peinlich gefragt worden. Vnnd darauf hat er dem, das jme vonn der schkarrin nach gütlicher vnnd peinlicher frag, jnn jrer vrgicht auferlegt, zugestimbt, vnnd nit allein für sein selbst person, sonder auch andere juden, alls nemblich Benesch vnd Jacob zw lubschitz vnnd Baruch juden, zur Oelß wonhafft, der auch zutzeitten sein aufhallt zw Opeln gehabt, welche jme jnn der sach rethlich vnnd hilfflich gewest, vnd darnach alle juden zw Lubschitz vnnd jnn E. F. G. pfandschafft jnn gemein, das dieselben sollicher vbelthat, ausserhalb jrer veiber vnnd kinder, wissenhaft sein, betzichtigt. Demnach seyen alle juden zw Lubschitz vnnd anderer ort jnn E. f. g. pfanndschafft auf mein, Hansen Jordans haubtmans, beuelch, mit vleissiger aufacht dermassen verwart worden, das man jr keinen aus den Stetten komen, vilweniger jnen gestatten soll, etwas von jren guttern von sich hinwegk zuschicken. Aber gleichwol seyen Benesch vnnd Jacob juden zw Lubschitz, alls bemelter beuelch daselbst hin komen, nit anhaymisch gewest, auch bisher noch nit komen, so ist Baruch jud zw Opeln auch nit betredten ,worden, welliche drey Juden, allßbald man dieselbigen bekomen mögen, heten sollen gefengklich eingenomen vnnd hieher vberantwort werden, wie auch noch, so sie allein erhascht werden möchtenn, geschehen sollt. Vnnd nachdem sechs juden aus E. F. G. pfandschafft, nemblich Jakob, der dick jud von Opeln, der auch ain behausung zw Lubschitz hat, Faber jud von oberglogaw, Maier jud von oberglogaw, der lang Moses jud vnnd Kaufman jud? beede von der Neuestat, alhieher komen, auf Maynung, abraham juden auf ein dapffere Summa gellts der gefengknus zuerledigen, alls sie dann bey mir haubtman derhalben vleissigs an־ regen vnnd bitten gethuen, auch letzlich alls sie entliehe abschlegige antwort bey mir gespurt, vnnd verno .......... jre priuilegia, die sie von weyland .... fürsten erlangt, furbracht, .... annderm jnnhallten, wann .... vonn Christen ainiger halßmeß . . . betzichtigt, das nyemands dann die oberigkait selbs jnn solchem fal Richter sein sollt cet. Zu dem mer, das E. F. G. mir sie sonnderlichen beuolhen hetten mit vill weitleufftigen vnnd trutzigen wortten dahin gedeuttet, E. F. G. abwesens gegen abraham vnnd anndern Juden nichts furtzunemen, Diß alles hab jeh mich nichts bewegen lassen, vnnd sonnderlich weyl sich bemelte priuilegia allein, auf das Furstenthumb Troppaw vnnd die juden, welche derselben tzeit zw Troppaw gewont haben, vnnd nit auf das Furstenthumb Jegerndorf vnnd E. F. G. pfandschafft, vnnd dise juden, welche darjnn wonhafft sein, erstrecken, vnd auch so ich gar nichts, das E. F. G. jnen durch jr brief vnnd sigel jnn diser oder annderm halßmessigen vnnd peinlichen Sachen zu behelf zwgeställt oder bestettigt hetten gesehen, sonnder bemelte sechs Juden auf Abraham juden vrgicht, jnn gemein auf alle juden lauttend, weil ich sie gewiß gehabt vnnd nit gewist, ob ich sie nochmals jm fall der notturfft bekomen möchte, auch jnn gefengknus nemen vnd verwaren lassen. Vnnd nachmals die schkarrin sambt den anderen dreyen weibs personen zw rechtfertigen verordent, doch zuuor die Schkarrin mit vleis ermanen lassen, ob

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