Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 79)
- Language
- German
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79 Bezeichnung Mubäsara (syiU*) haben. Ein sehr geläufiges Beispiel dafür ist die Bewegung der Hand und die des Körpers, zum Beispiel des Schlüssels, in der Hand, wovon die erste als unmittelbar hervorgebracht, die zweite als mittelbar erzeugt, als mutawallid gilt1). Wir nehmen dieses Beispiel, um uns vorläufig über die Begriffe zu orientieren, bei genauerer Prüfung wird der Gegenstand immer komplizierter. Es handelt sich bei der ganzen Unterscheidung um die Frage, inwieweit der Mensch als Urheber seiner Handlungen zu gelten habe. Im allgemeinen lassen sich drei Ansichten unterscheiden. Während die As'arijja alle Handlungen des Menschen, auch die unmittelbaren, auf Gott als die eigentliche Ursache zurückführten, vertraten einige Mutaziliten einen dieser Ansicht diametral entgegengesetzten Standpunkt. Andere hatten eine vermittelnde Ansicht, indem sie den Menschen als Urheber seiner eigenen unmittelbaren Handlungen betrachteten, während sie hinsichtlich der mittelbar erzeugten Wirkungen dies nicht unbedingt behaupteten. Endlos sind die Unterscheidungen, die in dieser Beziehung gemacht werden und schon Ibn Hazm bemerkt, dass die Verwirrung und Meinungsverschiedenheit der Mutakallimun in diesem Punkte sehr gross sei2). Um uns davon eine Vorstellung zu machen, erwähnen wir die kurze Uebersicht aus Mawakif S. 117. Zunächst, heisst es, sind die unter den Begriff des Tawallud fallenden Handlungen zu teilen in solche, welche das Subjekt des Vermögens Jo>v*) nicht überschreiten, wie beispielsweise die aus dem Nachdenken hervorgehende Erkenntnis, und solche, welche über das Subjekt hinausgehen. Einige Mutaziliten behaupten, dass der Mensch von allen insgesamt als Urheber anzusehen sei, selbst ג) Ai-Razi S. 145: UXj *jfÄa+Jt JOoti jJL>y> Ul gp JJjO ) JOjÄJU Dasselbe Beispiel Mawakif ed. Soerensen S. 116. Vgl. die Definition der Begriffe bei Al-Razi S. 29 im Kommentar von Nasir al־din und פחבימת פתי, angeführt von Schreiner, Studien über Jeschua usw., S. 39 A. 3. 2) Ibn tJazm III, S. 97 : x-U ^b isJ^o5* 1^ Jjüd! Jotb -yt L* xftoLb oJwä5 Sjojv^w Jl'bj *JJI Joti xjlb Jl JsJjXtJl JotftJf Jotb ^jof• Jotb Jo Jläj *otA^Iail Jjfci Jo xi Joti M Jots J Jij 0Jy'S xac. vgl. das. V, S. 53.