Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 77)
- Language
- German
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— 77 —■ scheinen. Ebenso wenn Ibn Hazm sagt, dass nach jenem Grundsatz der Mutakallimun die Schnelligkeit nicht von der Bewegung ausgesagt werden dürfte1), so passen die Gründe, die gewöhnlich vorgebracht werden, nicht. Wir vermuten daher, dass der Satz ursprünglich nichts anderes besagte als bei Antisthenes der Gedanke, dass das Eine nicht Vieles sei, woraus er dann, wie oben S. 60 gelegentlich erwähnt wurde, die Folgerung zog, dass von keinem .Subjekt ein von ihm verschiedenes Prädikat ausgesagt werden dürfe. Schon der Umstand, dass sich A. Hasim jenes Satzes in einem Beweise für seine Hai-Lehre bedient, lässt vermuten, dass wir es mit einem Gedanken zu tun haben, der, wie die Lehre selbst, aus dem Sophisten geschöpft ist. Ferner führt die Konsequenz, die Ibn Hazm aus jenem Satze zieht, um denselben zu widerlegen, direkt zu Antisthenes hin, nach welchem tatsächlich nur identische Urteile berechtigt sind und von der Bewegung die Schnelligkeit nicht ausgesagt w erden dürfte. Ausserdem erinnert der Einwand Al-Razis, dass auch die Existenz des Accidenz im Substrat selbst ein Accidenz sei2), an den ähnlichen Einwand Platos gegen Antisthenes, dass nach dessen Ansicht auch das Sein von den Begriffen nicht ausgesagt werden dürfte. Wir glauben daher, dass in dem Beweise A. Hasims der fragliche Satz nur den Sinn hatte, dass jeder Begriff ein Sein für sich habe, die Gattung also nicht in der Spezies ihre Existenz habe, die Farbe nicht in schwarz und w^eiss. Sie sind mithin verschieden, und w'enn andererseits dennoch die Farbe von schwarz und w׳eiss ausgesagt wird, so gibt es also eine Gemeinschaft. Jene Gemeinschaft bestehe aber b Ibn Hazm V, S. 108: O' Xx.i_-.wJj wVwj Xr=»-5>^ l\i־<£.<=־ Jj-äi D! \S3 JÜj S»—15 -Ai(''? lX-VV I 5 .A ■ 1X5—״AAAw1® U —4*^^J ■Xx A ilj ) —X? •£ ^*ץ I Jyfij •AaAA.^ ✓3 Jwi ... — sJ-ji Noch ausführlicher III, S. 88. 2) Vgl. Ai-Razi a. a. O.: ^^.±=25 [d. h. ein ferneres Beweis] ׳»AaäL *^3 JUäj qI J^4i) JjJl5>XSf L*\fc Lca;J Jj^S! -40 ^U==2Jf X4AJs XÄO La*-* w\:>L ys LjJ Xjl^i $