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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1909-01-01 · 1909 · page 72

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1909
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 72)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721021--071-2725476
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72 Existenz bloss als ein neues Accidenz hinzukomme1). Der Ausdruck das Nichtseiende ist jedoch doppelsinnig, neben der angegebenen Bedeutung: was noch nicht ist, kann es auch das Nichtseiende im Sinne der Verschiedenheit bezeichnen, wodurch die Frage die Bedeutung gewinnt, ob die Privationen, durch die sich ein Ding von anderen unterscheidet, als eine reale positive Eigenschaft anzusehen seien. Man hat diese doppelte Bedeutung des fr?, u's nicht immer auseinandergehalten und dadurch mancherlei Missverständnisse hervorgerufen. Ueberhaupt hatten die aus dem Sophisten zu den Arabern gedrungenen Gedanken das eigentümliche Schicksal, dass sie höchst verkehrt aufgefasst wurden und allerlei Irrtümer im Gefolge hatten. Es liegt dies zum Teil an dem Inhalt des Buches, in welchem sehr verschiedenartige und subtile Fragen berührt w erden. Im Hinblick auf die vielen Missverständnisse, die sich an das Buch knüpfen, von denen wir einen Teil im vorigen Abschnitt kennen gelernt haben, kann man sagen, dass das Buch geradezu eine zersetzende Wirkung in den Kreisen der Mutakallimun ausgeübt hat. Im einzelnen w ollen wir den Einfluss des Sophisten und die Verwirrung, die er verursacht hat, noch an zwei Beispielen dartun. A. In der Atomenlehre der Mutakakallimun ist vielfach von den Accidenzen die Rede, von denen kein Atom frei ist. Als solche werden genannt: Ruhe und Bewegung, Verbindung und Trennung. Ausser diesen vier wird zuweilen auch das Sein genannt und sie führen insgesamt häufig den Namen Seinsformen2). Es *) Ibn Hazm a. a. O. V, S. 42; Al־Razi S. 34, der den Ausgangspunkt der Frage richtig angibt: Jo!; Xxjr׳־L^JI \y+s-\ *ä I Ein Hauptvertreter der Ansicht: das Nichtseiende ist, war der Bagdadenser fjajjat. Der Beweis, welchen die Anhänger dieser Ansicht für ihre Behauptung bringen, es sei dasjenige, das benannt wird, etwas Wirkliches (Ibn Hazm das.: s»ן!, ebenso Sahr. S. 53: L^£JI) erinnert an Soph. S. 244. 2) Vgl. Masail S. 43; Al-Razi S. 67; Irsad angeführt von Schreiner, Der Kalam in der jüd. Litteratur, Berlin 1895, S. 45 A. 3: 1 1+a•, w* ץ *.X«VwW! * Ä-. ■י> I « —, f! l« C 1 —^ » 0-X« jJw\ÜJ •l Das. S. 47 A. 4 aus Irsad: 0.^a>Jl ^»SjS SiS» J׳ijc U-& 0[y=>^l Q-* jj XiyCit+Jl 0^ 01.

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