Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 63)
- Language
- German
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63 Allein, bevor wir weiter schreiten, müssen wir noch einen Einwand widerlegen, der sich gegen unsere Auffassung erhebt. Der Gedanke A. H.’s erscheint, an sich betrachtet, so einfach und selbstverständlich, dass man nicht begreift, wie sich an denselben so viele Missverständnisse knüpfen konnten. Eine gewisse Dunkelheit haben wir schon nötig, um die Verwirrung, welche in den Darstellungen der Späteren herrscht, zu erklären. Nun wir werden dies sogleich begreifen, wenn wir speziell das Verhältnis derjenigen Begriffe ins Auge fassen, die zu einander in den Beziehungen der Gemeinschaft und Differenz stehen, wie die Gattungen und Arten, insbesondere das Verhältnis aller Begriffe zum Begriffe des Seins. Wenn wir vom Begriffe des Seins ausgehen, haben wir uns der Auffassung der Späteren genähert, begreifen wir, wie bei ihnen die Lehre A. H.’s die Form annimmt, dass den Begriffen nur ein mittleres Sein zukommt, und warum ihnen diese Lehre widerspruchsvoll erschien. Ja, wir können uns scheinbar ganz auf ihren Standpunkt stellen und sagen: die allgemeinen Begriffe sind, denn sie nehmen Teil am Sein, und sie sind auch nicht, denn sie sind nicht das Sein selber, oder, negativ ausgedrückt, man kann ihnen weder das Prädikat der Existenz noch der Nichtexistenz zuschreiben. Der Unterschied zwischen unserer Behauptung und der Darstellung der arabischen Schriftsteller besteht bloss darin, dass unsere Behauptung die Begründung mitenthält, während sie bei ihnen fehlt. Gerade diese so einfache Begründung suchen wir vergebens, und Ibn H. ruft es den Anhängern der Ahwal-Lehre direkt zu: Woher habt ihr das Wort und w^oher habt ihr eure Behauptung?1), und da er über den Ursprung ganz im Unklaren ist, ist seine Darstellung ganz verworren und eher geeignet, den Gegenstand zu verdunkeln2). *) A. a. O. V, S. 51: Q־jl Jb übusw. 2) Das. S. 49: qI IjJl’i ^jül Ixdi! 5י Lyäl ג1ל1נ ULs» Jty>I 0 b xi 04 ^)■***5* Ujj ^JL*j l*Lc: *.±=2J 0U L*!c: *früaJ q) *ÄAi *±=2JI ^־־־dLJLv Lo +±==1' I/O ,jCi JwPj Ub: *JÜ qU xi xjl^i y L/0 ^Jt IwX^I a! *-Co qLs