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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1909-01-01 · 1909 · page 60

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1909
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 60)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721021--059-2725464
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60 schaft haben, ohne jedoch das Seiende selber zu sein1). Hiermit ist zugleich die Ansicht des Antisthenes widerlegt, welcher behauptete, dass nur identische Urteile zulässig seien, dass man beispielsweise nur sagen dürfe, ״der Mensch ist Mensch“, nicht aber ״der Mensch ist gut“. Allein, wendet Plato ein, wenn eine Verknüpfung der Begriffe überhaupt nicht zulässig wäre, dann dürfte man auch das Sein nicht aussagen, da auch das Sein, wie eben gezeigt wurde, von der Bewegung und Ruhe und anderen Begriffen verschieden ist. Da nun das Sein in der Rede nicht zu umgehen ist, so gibt es wohl eine Verknüpfung der Begriffe, doch verhalten sich nicht alle in gleicher Weise zu einander. Manche, wie Bewegung und Ruhe, schliessen sich gegenseitig aus, manche, wie beispielsweise das Sein, verbinden sich mit allen, und Sache der Wissenschaft ist es, das Verhältnis der Begriffe zu einander richtig zu bestimmen, so dass man weder denselben Begriff für einen anderen, noch einen verschiedenen für denselben halte2). Da von den bereits genannten drei obersten Begriffen jeder sich selbst gleich und von den anderen verschieden ist, so ergeben sich ferner die Begriffe der Identität und der Verschiedenheit. Das Resultat ist, dass das Nichtseiende, als Verschiedenheit und nicht als blosse Negation genommen, ebenso ist wie das Seiende und dass umgekehrt an jedem Seienden ein Nichtsein ist. Das Nichtsein ist notwendig sowohl an der Bewegung wie an allen anderen Begriffen, denn sie sind vom Begriff des Seins selbst wie untereinander verschieden, während ihnen auf der anderen Seite das Sein zukommt, weil sie am Sein Teil haben3). Und das Seiende selbst ist in unzähligen Beziehungen ein Nichtseiendes, es ist von allen anderen Begriffen verschieden, sowohl von allen zusammen als auch von jedem einzelnen, es ist nur, was sein Name besagt4 *). J) S. 250: xtv^utv za*. axdu'v dp7 oüx iva7T׳>.׳>xaxa X3|3׳.; d/.XvjXot;; .... zai «L7JV S’.VOC'l Y* ötj.0'.(״; cpYjC d'J/fÖTEpa *J.’j'Z'J. V/JX EZaT3p0V .... TptTOV dpa Tl ~V.[A XaUXO׳. TO OV 'f 30/7J' X'.3(׳(;, <u; Ü7Z SXStVOU X7jv XE 3xd3IV 7.W. T7JV X״.VYj3IV TTEptE‘/Oaivy^V, 3uXXaöu)V xat dictodjv auxdjv 7:pd; x^v x7Jc ouata!; xotvcoviav. ouxo>; slvat 7cpoa3tra<; d0/f0TEpa. 2) s. 251—254. 3) S. 256: *Eaxtv dpa dvd(׳z7,; xd 0.7, ov eiet ts xiv^asoj; sivat xat xaxd rdvxa xd yev^, xaxd ־xdvxa y)rj f fl-axspou <pt>31£ sxspov d~z'jyjZ/j\1hr1 xou ovxoq Izaaxov oüx ov 7:0121, xat 5״u»«:dv־a. brj 7/j'Jj. xauxd otixw; oüx ovxa dplko; 2pou|12v, xat Traliv, dxi jj-exe/ei xou ovxoc, sivai xe xai ovxa. 4) S. 259: xo 03 ov au Öaxipou י j. 3x51X7^0 c sxspov xwv dXXtov dv etrj 7<300ן, Ixspov 7(3/3170 יס d7üdv0־)v ov oux saxtv 3’xaaxov aüxdiv 0*303 Juu.xdvxa xd dXXa 7uX7]7

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