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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1909-01-01 · 1909 · page 59

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1909
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 59)
Language
German
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IRI
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59 weiss, was jede für sich, und was beide im Zusammenhang besagen1). Es sei noch kurz erwähnt, dass nach Sahrastani die Gegner A. H.’s den Einwand erhoben, seine Lehre führe zu einem regressus in infinitum, dass ferner an diese Lehre sich die Frage knüpfte, ob das Nichtseiende ist, dass schliesslich die Existenz selber von den Gegnern als ein blosses Wort, von A. H. aber als ein Hai angesehen wurde, der weder ist, auch noch nicht ist, was aber, wie Sahrastani bemerkt, eine offenbare Absurdität sei2). Damit haben wir das Wichtigste über die Hai-Lehre hervorgehoben und zugleich die Schwierigkeiten gezeigt, die jedoch zum grossen Teile schwinden, sobald wir die Quelle A. H.’s gefunden haben. Die Lehre A. H.’s enthält nichts anderes, als was Plato im Sophisten im Kapitel über die Gemeinschaft der Begriffe (yjtv;orAa zor; ys';ors) ausführt. Um dies nachzmveisen, skizzieren wir kurz den Gedankengang. Seine Polemik gegen den Satz des Parmenides, dass man das Nichtseiende wreder denken, noch davon reden könnte, führt Plato zu einer Untersuchung über den Begriff des Seienden, wobei sich herausstellt, dass diesem Begriffe nicht weniger Schwierigkeiten als den! des Nichtseienden anhaften. Nach einer eingehenden Kritik der verschiedensten Ansichten über das Sein gelangt er zur Aufstellung jener obersten Begriffe, von denen oben bereits die Rede wrar. Bewegung und Ruhe, heisst es hierbei, sind einander entgegengesetzt und gleichwrohl wird von beiden das Prädikat des Seins ausgesagt. Also muss der Begriff des Seienden als ein Drittes gesetzt werden, an den! beide Gemeinx) Carra de vaux sagt a. a. O.: ״Ouelque obscure que cette doctrine (nämlich v. d. \hwal) sembie tout d’abord, on voit assez clairement, apres un premier' cxamen qu’elle se divise en deux parties: la premiere touchant les modes en dieu, qui sont a peu pres ses qualites en puissance et ne peuvent guere ctre compares qu’a des hypostases; la seconde, touchant les modes dans le monde et ces modes — ci sont des etats du possible, qui, au fond, ne sont autre chose que les universaux. Allein, es ist undenkbar, dass zwischen beiden Ansichten kein Zusammenhang bestehe. 2) Sahr. S. 56: Oa’il ׳oLä/äÜ ^_J) ^5) *.3״ ג_.-<ננ <JiI öVäj J>yC>y}\* . . . 1 OL-Oj.J 3״ XJL^- y* ^,vAX/0

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