Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2720904-2721021--054-2725459- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
55 Kitab al־masa’il zumeist den Standpunkt A. H.’s vertritt, durch Ihn Hazm und Al-Razi. Wie lückenhaft trotzdem diese Nachrichten sind, wie mangelhaft und aus dem ursprünglichen Zusammenhänge herausgerissen einzelne Aeusserungen mitgeteilt werden, davon ein Beispiel. Kahir Al-B. polemisiert gelegentlich gegen Al־Ka‘bi, welchei die allen Mutaziliten gemeinsamen Lehren zusammenfasst und dazu auch die Behauptung rechnet, dass Gott mit den Dingen nicht zu vergleichen sei1). Mit nichten, wendet K. Al-B. ein, da nach Abu H. und seinem Vater auch das Vermögen ein Ding ist, nicht wie die anderen, nach diesen beiden also die Unvergleichlichkeit nicht eine ausschliessliche Eigenschaft Gottes ist2). Um was handelt es sich nun bei der angeblichen Aeusserung A. H.’s? Wir vermuten, dass ihr eine Stelle in der Republik zu Grunde liegt, in der Sokrates ausführt, dass das Vermögen nicht wie die anderen Dinge sei, die durch sich selbst bestimmt sind, sich durch Gestalt und Farbe unterscheiden und danach benannt werden. Das Vermögen hingegen sei immer auf etwas anderes hingeordnet, werde nach dem benannt, was es bewirke, mit anderen Worten: jedes Vermögen sei ein Vermögen zu etwas, ein Relationsbegriff3 *). Dass dadurch der Einwurf Kahirs sinnlos wird, ist klar, aber dasselbe ist der Fall bei jeder anderen Erklärung, sobald man mit der angeblichen Aeusserung A. H.’s einen bestimmten Sinn zu verbinden sucht, da er doch jedenfalls von dem Vermögen die Unvergleichlichkeit nicht in dem Sinne ausgesagt hat, in welchem man von der Unvergleichlichkeit Gottes spricht. Um die falsche Wiedergabe einer anderen Stelle aus der Republik, in der Sokrates ausführt, dass man nicht von jemandem sagen könne, er liebe etwas, wTenn er nur einen Teil נ) Kahir Al-B. a. a. O. 41a: nLä*♦:! q! JLxxAJ! Das: 13.1^ ^^2» w' 3) Republik, S. 477: 5'Axouaov 070 ן aoi cpa!v2xa1 ~2p! auxwv (seil, oovauiiov). Guvdp.2(02 *(dp i0|־j 0׳j x2 xtva ypoav opio 0üx2 3y7;p.a, oü 2־ xi xtbv xoiouxwv o:ov xal dXXtnv tüoXXojv, rpoc ä d7coßAi-<»;v 2via ciopiCouai ־ap’ 2u.aox10 xd uiv dXXa stvat. xd ^2 dXXa. 0uvd<130j; 0* sfc 2/2A0 »xovov ßX2׳xw 2'יצ iji x2 23x1 xat 0 dx:2p־(dC2xa1, zal xa.üx־(j 8xd3x7jv aöxibv ouvap.1v sxdX23a . . .