Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2720904-2721021--050-2725455- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
c) Was nun drittens die Behauptung von der Endlosigkeit der Accidenzen in jeder Gattung betrifft, so lässt sich der Sinn aus dem Zusammenhang absolut nicht erraten; hier kann nur der Vergleich mit der Quelle Aufschluss geben. Kein Wunder daher, wenn sowohl Steiner als De Boer den Sinn verfehlen1). Beachtenswert aber ist es, wie auch Ibn Hazm und Kahir Al-Bagdadi, da ihnen jede Ueberlieferung fehlte, die Bedeutung des Satzes aus dem Zusammenhänge zu ermitteln suchen und infolge dessen auf den Gedanken kommen, es handle sich um die eben erörterte Annahme, dass nach M. sich eine endlose Anzahl von Ideen ergeben müsste2). nach Ibn I.I. der regressus in infinitum bestehe, zu welchem die Annahme M.’s führe. Vgl. damit die Darstellung bei Al-Razi, Al-Muh. S. 104: q! L/wL-o»; I A״ I^JLü ^.s ... 0^xä1«aw^ 0^A.: 0 lj ^\נ \il j.$j \2 ★גLi ff-xitJ sji-jlx+s לס-^ע■ fj \J \XsJ[S^^ •) «./0 \XllLaJLJwc* sJ Lj'Jl* »I s-jJeJ AUa L5| c_ 0 0-5 L״*J גא LJ xiLgi Aus der Bemerkung des Kommentators Nasir Al-Din Al-Tusi z. St.: ,״JLjLäj) JÜ5• idiÄjtJI u״ r כ j J+X.A J^A/0 \J X.;Lj N5 14 0-JI Sy> S./0 *Ldb *-JLj geht hervor, wie sich an diese Darstellung ein neues Missverständnis schloss, indem man die angebliche Meinung M.’s, dass unzählige Ideen ineinander existieren mit der Frage, ob ein Accidenz in einem anderen subsistieren könne, in Verbindung brachte — eine Frage, auf die wir später noch zurückkommen werden. ג) Ersterer sagt a. a. 0., S. 69, im Anschluss an die früher entwickelte Ansicht M.’s, dass Gott nur die Körper geschaffen habe: ״Er leitete also nur die Materie selbst von der unmittelbaren Tätigkeit des Schöpfers ab, die einzelnen Daseinsformen aber suchte er aus den der Materie innewohnenden Kräften zu erklären und zwar so, dass er für jede Gattung eine endlose Reihe möglicher Daseinsformen annahm.“ De Boer a. a. O., S. 54: ״Die Zahl dieser Accidenzen ist unendlich, denn sie sind ihrem Wesen nach nichts weiter als die begrifflichen Beziehungen des Denkens.“ Das ist dunkel, gemeint ist, die Accidenzen sind nichts Wirkliches, sie existieren nur in der Vorstellung, haben nur eine ideelle Wirklichkeit, wie es weiter heisst. Aber darum sind sie ja noch nicht unendlich. 0'*־*ע 2) Ibn Hazm a. a. O. IV, S. 194: q Lxä ,wA״*w jLIa*J) 0C,LJ| LJ XjLj J״Lj| Jl*J) ^3 qG 0'«־/ *xil JÜA. OwVc;|jüU L^J La^j( “$J