Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 50)
- Language
- German
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50 schiedenheit von Ruhe und Bewegung und über Aehnlichkeit und Verschiedenheit im Allgemeinen sagt, enthält gegen seine frühere Behauptung von den Accidenzen nur das Neue, dass es selbst von Verhältnisbegriffen, wie Verschiedenheit und Gleichheit, Ideen gibt. Ob in den Worten: ^JLc. j>(^, mit welchen S. die letzte Behauptung M/s einführt, eine solche Steigerung gegen das Frühere beabsichtigt ist, kann dahingestellt bleiben. Was der Erklärung bedarf, das ist die Bemerkung S/s, dass die Annahme M/s zu einem regressus in infinitum führe. Es wird wohl etwas Aehnliches gemeint sein wie bei Aristoteles 991a, 29, wo angedeutet wird, dass gewisse Voraussetzungen der Ideenlehre dazu führen müssen, Ideen von den Ideen anzunehmen. Wird beispielsweise behauptet, dass zwei Dinge einander nur ähnlich sein können durch Teilnahme an einem für sich bestehenden Dritten, d. i. der Idee, so müsste wegen der zwischen der Idee und den Dingen sich ergebenden Aehnlichkeit wiederum eine Idee gesetzt werden, und das Gleiche würde dann von dieser neuen Idee gelten usw.1). Anders formuliert Ibn Hazm den Einwand gegen M. Danach ging man, wie es scheint, von der Idee der Verschiedenheit aus und sagte, wrenn mehrere Dinge von einander nur verschieden sein können durch die Idee der Verschiedenheit, so müsste für diese Idee selbst, da sie von anderen verschieden ist, wieder eine andere Idee gefordert wrerden usw. Die Schlussfolgerung, welche darauf hinausläuft, unzählige Ideen der Verschiedenheit zu setzen, ist sclwvach und verrät dadurch, dass wir es mit einer Entstellung jenes Einwurfs zu tun haben, den wir soeben kennen gelernt haben. Im übrigen ist es gleichgültig, ob der Eimvurf so oder so lautete, wir bemerken bloss, dass an die Fassung, die wir bei Ibn Hazm finden, sich neue Missverständnisse anschlossen2). *) Vgl. Plato, Parmenides 132: Tt or a.izh zo u.sya zat zalXa. za \}.zy)Xa, iav 0)3auT(0; ~f1 *ד:! zäyza. i'oyjc, ouy. sv Tt au uiya cpavstxai, <0 za.bza. zayza ayd:y:q y.zyzko. cpatvsafrai; *Eot/.sv. vA)X0 apa. £00׳; tJLsysö-oüc aya.^ayißzza.t, 7ü«p’ aSjzo ts xo 1׳iys90; y syovo; y.al za. u.sTsyovT0 auxou. In anderer Form kehrt dann derselbe Einwand S. 132 gegen Ende wieder. 2) Vgl. Ibn Hazm a. a. O. V, S. 46, wo die Fortsetzung der Seite 49 A. 1 von uns angeführten Stelle lautet: ^b L\.:l LvkP* ß-** qjz™ ü&j£■ j I 0^5 l5^ RjL2i In diesen Worten ist angedeutet, worin