Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 47)
- Language
- German
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47 Einfluss war. Es sind drei Behauptungen, die in einen! gewissen Zusammenhänge stehen und von uns der Reihe nach erwähnt, werden sollen. Erstens, dass die Accidenzen endlos in jeder Gattung seien, zweitens, dass jedes Accidenz, das in einem Träger ist, in ihm nur sein Bestehen habe durch einen Begriff, welcher das Bestehen notwendig mache, — eine Behauptung, welche nach Sahrastani zu einer unendlichen Reihe führt und Mu‘ammar und seinen Anhängern den Namen ״Anhänger der Begriffe‘4 verschafft hat, drittens, dass die Bewegung von der Ruhe nicht ihrem Wesen nach, sondern durch einen Begriff, der die Verschiedenheit notwendig mache, verschieden sei, und dass ebenso die Verschiedenheit zweier ähnlicher Dinge und ihre Gleichheit und der Gegensatz zweier entgegengesetzter Dinge nur durch einen Begriff da sei1). Diese Sätze sind nicht bloss von Neueren, sondern auch von den arabischen Schriftstellern selber, die uns die Ansichten M.’s überliefern, vollkommen missverstanden worden. Es ist notwendig, dies zu betonen im Hinblick auf die Frage, welche Zuverlässigkeit die arabischen Autoren besitzen, denen wir die Kenntnis des Kalam verdanken, und wir können uns nicht begnügen, bloss die uns richtig scheinende Erklärung zu geben. Es erscheint uns rätselhaft, wie Ibn Hazm (gest. 1066) und Kahir Al-Bagdadi (gest. 1037), die doch zeitlich nicht so sehr von M. entfernt waren, dessen Behauptung von der Endlosigkeit der Accidenzen so völlig missverstehen konnten, und doch lässt sich an dem Missverständnis selber nicht zweifeln. Ebenso ist die Darstellung, die Ibn Hazm von der dritten Behauptung M.’s betreffend die Verschiedenheit der Ruhe und Bewegung gibt, ganz konfus und verrät eine höchst unklare Vorstellung von der eigentlichen Meinung M.’s. Es macht fast den Eindruck, als ob Ibn Hazm- und Kahir Al-Bagdadi aus Werken geschöpft hätten, in denen die Lehrsätze M.’s in aller Kürze kompendienartig, ohne jeden Kommentar und ohne jeden Zusammenhang zusammengestellt waren. Was Sahr. betrifft, so beschränkt er sich hier auf eine h Sahr. S. 46 4 נ L•^־ E ^1 fUäil ijJouj *.ג UiLs J« j'J5j Lp! .s.£=3p>of Dl J!J5j j>|j^ ^Jlx+i! JJLtJI 8-p.lit* näJLs^*JI Jsj Lp)jo I י