Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
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39 läge für einen Beweis abgeben1). Der Beweis von den Accidenzen dürfte wohl mit dem vierten bei Maimuni (More I, 74) identisch sein, und unter den Leugnern der Accidenzen sind aller Wahrscheinlichkeit nach die Eleaten gemeint, welche jede Veränderung und Bewegung in Abrede stellten. Wir werden daher Hisam lediglich als Materialisten, nicht aber als Anthropomorphisten ansehen, zu welchem ihn einige ihm beigelegte absurde Behauptungen stempeln wollen. Es dürfte vielmehr die Ueberlieferung Al-Ka4bis richtig sein, wonach Hisam gelehrt habe, Gott sei ein Körper, habe aber mit keinem Dinge Aehnlichkeit2). Von grosser Wichtigkeit wäre es für uns, zu erfahren, welcher philosophischen Richtung Hudail, der zu den ältesten Mutakallimun gehört, gefolgt sei. Aber nach den Ansichten, die sich von ihm erhalten haben, ist es schwer, ihn irgend einer philosophischen Richtung zuzuzählen. Wenn die Nachricht Ibn Hazms, welcher dem Hudail eine pantheistisch klingende Ansicht zuschreibt, zuverlässig wäre, so könnte man auch ihn zu den Stoikern rechnen8). Allein diese Nachricht steht ganz vereinzelt da, weil in den sonstigen Lehren Hudails gar keine Aehnlichkeit mit stoischen Ansichten zu erkennen ist. Ja, es wird berichtet, dass er eine Streitschrift gegen Nazzam verfasst4) und mit Hisam ben Hakam disputiert habe5). Es könnte demnach scheinen, dass der Einfluss des Stoizismus auf einen kleinen Kreis beschränkt blieb, da wir, abgesehen von Nazzam und einzelnen Personen, die in Verbindung mit ihm genannt werden, einen solchen bei den anderen Mutakallimun nicht nachweisen können. Indes wäre ein solcher Schluss voreilig, wie aus einer Notiz, die sich bei Al־Guwaini erhalten‘ hat, erhellt. Nachdem er mehrere Definitionen über den Begriff des Wissens. angeführt, bemerkt er, die älteren Mutaziliten hätten das Wissen definiert als ג) Sahr. das. Beachtenswert ist die Uebereinstimmung, die zwischen diesem Hisam und Hisam b. ‘Amr (Sahr. S. 50 ff.) in vielen Punkten herrscht, die vielleicht teilweise auf eine Verwechslung zurückzuführen ist. 2) Sahr. S. 141: aJ (j^LäjI J’d* 1גא aux. ^aäJÜI יירלאייע O‘״ 3) Ibn Hazm IV, S. 193: c)t &ä nj! LöjI >oi nAJi Xx*JCsxj| *.xx/^xi) 4) Sie oben S. 9 A. 5. 8) Sahr. S. 141.